Gerüchteküche brodelte

Geschäftsführerin versichert: Vitos-Klinik in Merxhausen bleibt

Perspektiven: Der Standort der Vitos-Klinik Merxhausen, hier das Verwaltungsgebäude, steht trotz brodelnder Gerüchteküche nicht zur Disposition. 2 Fotos: Michl

Bad Emstal. Mit ihrer klaren Aussage zum Fortbestand der Merxhäuser Klinik ließ Vitos-Geschäftsführerin Irmgard Raschka-Halberstadt während der Bürgerversammlung in Bad Emstal den Dampf aus dem Kessel der Gerüchteküche.

„Wir machen den Vitos-Klinikstandort Merxhausen nicht zu, wir bauen dort auch keine Betten ab.“ Klare Aussage von Vitos-Geschäftsführerin Irmgard Raschka-Halberstadt während der gut besuchten Bürgerversammlung der Gemeinde Bad Emstal im Kur- und Festsaal. Die Besucher und auch Kommunalpolitiker spendeten ihr dafür spontanen Beifall.

Mit ihrer Aussage für den Standort Merxhausen widersprach die Diplom-Ökonomin der in der Kur- und Thermalbadgemeinde brodelnden Gerüchteküche. Selbst von einem Aus der Klinik als größtem Bad Emstaler Arbeitgeber wurde schon gemunkelt.

Irmgard Raschka- Halberstadt

Nach der von Irmgard Raschka-Halberstadt vorgestellten Vitos-Zielplanung 2020 wird es aber schon strukturelle Veränderungen in Merxhausen geben. Dies betreffe jedoch nicht die weiterhin wohnungsnahe Versorgung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen in der psychiatrischen, psychsomatischen und forensisch-psychiatrischen Klinik, sondern beziehe sich vor allem die Aufgabe von neun maroden Immobilien auf dem Klinikgelände, die teilweise unter Denkmalschutz stehen und bei denen eine Nachnutzung so gut wie nicht möglich sei.

Auch wenn einige Patienten von Merxhausen in neue Gebäude nach Kassel ziehen, so Irmgard Raschka-Halberstadt weiter, würden in Merxhausen 141 Betten, neun Tagesklinikplätze und auch die Psychiatrische Ambulanz (PIA) verbleiben. Auch kein Arbeitsplatz stehe zur Disposition.

Glasfaser-Netz

Über die Installation eines Glasfaser-Breitbandnetzes wurden die Besucher der Bürgerversammlung von Harald Birsl vom Servicezentrum Regionalentwicklung im Landkreis Kassel informierte. In den Ortsteilen Sand, Merxhausen und Riede, alle mit der Telefon-Vorwahl 05624, sollen dafür die Arbeiten im zweiten, beziehungsweise dritten Quartal 2017 erfolgen, für Balhorn (05625) konnte noch kein Termin genannt werden.

Baugrundstücke

Platz für Neubürger: Die Gemeinde Bad Emstal will ein sechseinhalb Hektar großes Gelände erwerben, um dort Baugrundstücke für 60 bis 70 Häuser zu erschließen.

Für die Erschließung von neuen Baugrundstücken will die Gemeinde eine sechseinhalb Hektar große, derzeit landwirtschaftlich genutzte Fläche hinter der Bahntrasse in Fortsetzung des Neubaugebietes Kitzhagen erwerben. Dies gab Bürgermeister Ralf Pfeiffer bekannt. Der Gemeindechef ist zuversichtlich, dass die Verhandlungen mit den jetzigen Grundeigentümern ohne große Probleme über die Bühne gehen. Pfeiffer: „Gelingt uns dies und natürlich auch die Finanzierung, könnten wir 60 bis 70 neue Baugrundstücke anbieten.“

Er informierte auch darüber, dass es allein in der Kerngemeinde Sand aktuell 90 leerstehende Privatgebäude, beziehungsweise unbebaute Grundstücke gebe, in Riede seien es innerörtlich 20 private Baulücken, deren Vermarktung auch eine wichtige Aufgabe sei.

Haushalt

Weiter hohe Priorität hat die Konsolidierung des gemeindlichen Haushalts. Pfeiffer: „Bad Emstal muss 2017 im Ausgabenbereich fast 600 000 Euro einsparen.“

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