Rieder Verein will Fachwerkhaus sanieren

Wollen endlich mit der Sanierung des alten Fachwerkhaus in Riede loslegen: Architekt Manfred Quehl (von links), der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Riede, Norbert Zimmermann und der Bauamtsleiter der Gemeinde Bad Emstal, Andreas Bohn. Foto: Thon
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Wollen endlich mit der Sanierung des alten Fachwerkhaus in Riede loslegen: Architekt Manfred Quehl (von links), der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Riede, Norbert Zimmermann und der Bauamtsleiter der Gemeinde Bad Emstal, Andreas Bohn.

Riede. Das alte Fachwerkhaus an der Elbenberger Straße in Riede soll nach mehreren Jahren Leerstand endlich saniert werden. Dieses Ziel verfolgen die Gemeinde Bad Emstal und der Förderverein des Schlosses Riede, der das Gebäude von der Gemeinde gemietet hat, seit gut zwei Jahren.

Im Oktober stellte die Kommune beim Landkreis Kassel den Bauantrag. Seitdem haben Norbert Zimmermann, Vorsitzender des Vereins, schon einige Hiobsbotschaften erreicht.

So wird die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das 321.000 Euro teure Projekt, das die Schaffung von Versammlungsraum, Archiv und zwei Wohnungen für Touristen vorsieht, in diesem Jahr nicht fördern. 40.000 Euro hatten sich die Rieder aus dieser Quelle erhofft. Grund für die Absage sei laut Architekt und Vereinsmitglied Manfred Quehl die Fülle an Anträgen, „die Stiftung kann gar nicht so viel Geld ausschütten“.

Negative Nachrichten kamen auch vom Servicezentrum Regionalentwicklung beim Landkreis Kassel. Trotz des Versprechens, die Sanierung des Hauses aus dem 18. Jahrhundert unterstützen zu wollen, sei der Vorgang ins Stocken geraden, sagt Zimmermann. Die Förderkriterien im Leader-Programm der Europäischen Union hätten sich geändert, und nun müssten die Planungen noch einmal überarbeitet werden.

Das bestätigt Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums. Der Förderantrag liege vor, er werde derzeit bearbeitet. Die Planungen und Nutzungsvorschläge seien soweit in Ordnung. „Inhaltlich müssen wir an einigen Stellen nachjustieren“, sagt er. Überprüft werden müsse zum Beispiel, ob die Einrichtung eines Archives den Förderkriterien entspreche.

Nachdem ein erster Besprechungstermin Ende Februar ausgefallen sei, soll das Gespräch in Kürze nachgeholt und die Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Probleme sieht Peter Nissen an ganz anderer Stelle. Die Gemeinde Bad Emstal, die Antragstellerin und Besitzerin der Immobilie ist, muss den Finanzierungsplan bestätigen. Dafür müssten die Beträge Bestandteil des Haushalts sein. Den Etat für 2016 hat Bürgermeister Ralf Pfeiffer (parteilos) aber noch gar nicht ins Parlament eingebracht. Mit einem genehmigten Haushalt ist erst für die zweite Jahreshälfte zu rechnen. Mit anderen Worten: Die Chance verringert sich, noch in diesem Jahr Geld aus dem Leader-Programm zu erhalten.

Geld kommt im Mai 

Peter Nissen geht davon aus, dass das Servicezentrum Regionalentwicklung im Mai vom Land Hessen und dem Bund das Geld aus dem Leader-Topf erhalten und an die verschiedenen Antragssteller verteilen wird. Bei der Verteilung orientiert sich die Behörde an einer Reihenfolge, die zuvor vom Regionalforum „Casseler Bergland“ festgelegt wurde. Die Mitglieder des Forum bewerten alle ihnen vorliegenden Anträge und erstellen eine Prioritätenliste.

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