Premiere des Weihnachtsmärchens der Volksbühne abgesagt

Schließung von Thermalbad samt Kursaal und Gaststätte:„Das ist eine Katastrophe“

Zutiefst enttäuscht: Die Mitglieder der Emstaler Volksbühne durften am Samstag noch ihre Requisiten und Bühnenteile aus dem Kursaal abholen. Alle Vorstellungen vom Wochenende sind abgesagt. Foto: Ricken

Bad Emstal. Lothar Neumann stehen die Tränen in den Augen. „Diese Entwicklung ist für unseren Verein eine Katastrophe und wir sind tot unglücklich“, sagt der Vorsitzende der Volksbühne Bad Emstal.

Und Antje Hörl ergänzt: „Der Kursaal ist doch wie unsere zweite Heimat, wo sollen wir denn künftig hin“

Die Schließung des Thermalbades samt Kursaal und Gaststätte hat den Verein wie aus heiterem Himmel getroffen. „Wir hatten am Freitagabend gerade eine tolle Generalprobe von Schneeweißchen und Rosenrot abgeliefert, als der Gemeindevorstand kam und uns mitteilte, dass wir den Saal verlassen müssen" so Neumann.

Am Samstagmorgen haben die Akteure in Windeseile alle Requisiten und Bühnenteile ausgeräumt. Die Vorstellungen am Wochenende waren nicht mehr zu retten. „Die Eintrittskarten können zurückgegeben oder gegen einen Gutschein eingetauscht werden". Am selben Tag hat Lothar Neumann noch mit Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake telefoniert, um ein Ausweichquartier für das Ensemble und die geplanten Aufführungen zu finden. Vor allem am Donnerstag hatten sich mehrere Schulklassen und Kindergärten angemeldet. „Die möchten wir nicht enttäuschen“, so der Vereinsvorsitzende traurig. Außerdem finanziere der Verein aus den Eintrittskarten des Weihnachtsmärchens einen Großteil seiner Arbeit.

In Wolfhagen schrieb Schaake am Wochenende auch alle Ortsvorsteher an. „Wir checken alles ab, Kulturhalle, Stadthalle, Kulturladen und die Dorfgemeinschaftshäuser“, erklärte der Bürgermeister. Man wolle dem Verein helfen und rechne am Montag mit einer Lösung. Aus Altenhasungen gab es bereits ein Angebot vom Ortsvorsteher für das Bürgerhaus.

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