Gemeindebrandinspektor Marc Döring sieht Handlungsbedarf 

Breunaer Feuerwehren: Beim Atemschutz könnte es eng werden

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Brandschutzabzeichen und Katastrophenschutz-Medaille: (Von links) Der scheidende Stellvertretende Gemeindebrandinspektor Helmut Sauerland gratuliert den geehrten Marc Döring, Carsten Schwarz und Ronnie Reitz. Ebenfalls Gratulant ist der Stellvertretende Kreisbrandinspektor Chrisian Fischer (ganz rechts).

Oberlistingen. Mit einem Dokumentarfilm aller Einsätze veranschaulichte Gemeindebrandinspektor Marc Döring die Arbeit der Feuerwehrmitglieder aller Breunaer Feuerwehren eindrucksvoll.

80 Einsätze waren es bisher. Das sind 25 weniger als im vergangenen Jahr.

Da gab es allerdings auch viele Einsätze nach schweren Stürmen. Ein besonderes Augenmerk richtete Marc Döring auf die Atemschutzausbildung. Zwar gebe es 74 Feuerwehrkräfte mit entsprechender Ausbildung, jedoch würden nur 20 davon die notwendigen Voraussetzungen erfüllen. „Hier ist dringender Handlungsbedarf“, sagte Döring zu dem Problem, das offenbar den gesamten Landkreis Kassel betreffe.

„Wir haben uns dem Ehrenamt verschrieben und wir sind da, wo kein anderer hingeht“, sagte Döring. Das setze aber auch voraus, dass die Fort- und Weiterbildung ein Muss für alle Mitglieder der Feuerwehr sei. Die Feuerwehren Breuna haben derzeit 136 aktive Einsatzkräfte. Davon in Breuna 57, in Wettesingen 28, in Oberlistingen 31 und in Niederlistingen 19. Dank der aktiven Jugendfeuerwehr und durch die Aufnahme von Quereinsteigern in den Einsatzdienst, sind die Zahlen der Aktiven stabil geblieben. Insgesamt wurden 4546 Stunden Dienst geleistet. Drei Einsatzkräfte haben den Feuerwehrführerschein bestanden. 90 Prozent der Feuerwehrkräfte wurden in digitaler Endanwendung geschult.

Dörings Stellvertreter, Helmut Sauerland, hat sich aus Zeitgründen von seinem Amt zurückgezogen. Seine Nachfolge tritt nach einstimmiger Wahl Timo Flörke an. Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann (SPD) dankte Sauerland für sein Engagement und überreichte im Namen der Gemeinde ein Geschenk. Marc Döring verlas die vielen verschiedenen Ämter seines 32-jährigen Wirkens – vom Jugendwart bis zum Wehrführer und stellvertretenden Gemeindebrandinspektor – und dankte Sauerland für seinen Einsatz. Dazu gab es Applaus der Kameraden.

Henkelmann nutzte die Gelegenheit, um sich bei den Einsatzkräften zu bedanken. Auch dass die Jugendfeuerwehr mit bei der Jahreshauptversammlung war, lobte der Rathauschef. Ebenso, dass Quereinsteiger sich für das Ehrenamt bei der Feuerwehr entschieden haben.

Gemeindejugendwart Marius Mensch betonte den guten Zusammenhalt der 43 Jugendlichen in der Feuerwehr. Er hob aber auch hervor, dass Entscheidungen der Wertungsrichter und der Fachgebietsleiter bei Verbandsknotenwettkämpfen zu respektieren seien. Offenbar sind bei einem Wettkampf die Meinungen der Entscheider und der Teilnehmer auseinandergedriftet. „Bitte seht das alles etwas sportlicher“, mahnte Mensch an. Trotz aller Kritik forderte er dazu auf, das Ziel im Auge zu behalten und weiter neue Mitglieder zu werben.

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