Straßenbowling als Neuheit beim Event

Neues Team organisierte Balhorner-Frühlingsfest - Umzug als Abschluss 

Erfolgreiches Fest: Das Balhorner-Frühlingsfest ging über vier Tage. Es wurde erstmals von einem neuen Team organisiert. 

Balhorn. „Wenn das Balhorner Frühlingsfest nach so vielen Jahren zum ersten Mal nicht gefeiert worden wäre, dann hätte etwas gefehlt“, sagte Katharina Dietrich (86) aus Balhorn.

Zusammen mit ihrer Cousine Martha Schulz (72) aus Istha saßen die beiden im Festzelt bei Kaffee und Kuchen, nachdem sie sich den Umzug durchs Dorf gleich zweimal angeschaut hatten.

Treue Beucherinnen des Traditionsfestes: Martha Schulz (72) und Katharina Dietrich (86).

Doch zum Glück hat Katharina Dietrich zwei Enkel, die Kathrin und den Christian. Beide gründeten zusammen mit 22 anderen Freunden ein neues Vorbereitungsteam (Frühlingsfest Balhorn Reloaded GbR) und retteten damit das Traditionsfest. Christian Dietrich, erster Vorsitzender, leitete mit großem Geschick und klarer Führung die Organisation. Die örtlichen Vereine, die sonst das Frühlingsfest durchgeführt hatten, waren nicht mehr bereit dazu.

Zum Abschluss des viertägigen Festes stand der Umzug an. Die Mitglieder des Organisationsteams saßen mit leicht glasigem Blick und etwas müde im Umzugswagen und hielten sich mit lautstarker Popmusik wach. Sie waren erschöpft, aber glücklich. „Das Fest wurde gut angenommen“, sagte Christian Dietrich in aller Bescheidenheit.

Große Aufmerksamkeit

Tatsächlich wurde es mehr als gut angenommen. Der Jungbauernclub Balhorn veranstaltete als Neuheit einen Bosselwettbewerb, eine Art Straßenbowling aus Norddeutschland und erregte damit große Aufmerksamkeit. Am Freitag waren über 800 Leute bei der Party und am Samstag bei der Band „Eve“ sogar über 1000 im Festzelt.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen eines Familienfestes. Nach Gottesdienst und Frühschoppen schlängelte sich der Festumzug mit viel Traktor-Geknatter, Blasmusik und buntgekleideten Fußgruppen durch das Dorf. Insgesamt siebzehn Vereine und Gruppen aus dem Dorf und der Umgebung beteiligten sich mit wunderschön geschmückten Wagen und einfallsreichen Kostümen an dem Umzug mit dem Motto „Mitmachen, Zuschauen, Anfeuern und Spaß haben“. Danach ging es im gut gefüllten Festzelt mit Musik von der Stadtkapelle Naumburg sowie den „Spitzbuben“ weiter im Programm.

Schießbude und Karussell

Wem es im Zelt zu laut und zu stickig war, der konnte auf dem Festplatz draußen für die Bratwurst anstehen, der Liebsten ein Lebkuchenherz kaufen, in der Schießbude ins Schwarze treffen, die Jüngsten im Karussell ihre Runden drehen oder in der Hüpfburg hopsen lassen. Alles in allem ein gelungenes Fest unter neuer Leitung.

Von Ursula Neubauer

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