Dörnberg als das „Ende der keltischen Welt“

Die Bewohner der Landschaften nördlich der Alpen wurden von den antiken griechischen Autoren als Keltoi oder Celtae, von den Römern als Galli bezeichnet.

Die keltische Kultur hat sich während der frühen Eisenzeit (8. bis 6. Jahrhundert v. Chr.) in Mitteleuropa entwickelt. Kulturelle Übereinstimmungen und sprachliche Verwandschaft ließen Gemeinsamkeiten zwischen Südengland, Nordspanien und Frankreich bis nach Ungarn, Slowenien und Oberitalien erkennen, sagt Harald Kühlborn. Im Zuge der keltischen Wanderungen seien einzelne keltische Gruppen bis nach Kleinasien und Delphi gelangt und hätten einmal sogar Rom erobert. Die Epoche der Kelten werde in Mitteleuropa mit der vorrömischen Eisenzeit gleichgesetzt. Seit der Mitte des 8. Jahrhunderts v. Chr. habe das Eisen als neuer Werkstoff gegenüber der Bronze an Bedeutung gewonnen. 

Der Hohe Dörnberg gelte als das „Ende der keltischen Welt“, so Kühlborn. Während auf der nur wenige Kilometer südlich gelegenen Altenburg bei Niedenstein konkrete Hinweise auf ein keltisches Oppidum (eine stadtartige befestigte Siedlung) gefunden wurden, lasse sich am Dörnberg bisher nur eine eisenzeitliche Besiedelung nachweisen ohne die klassischen keltischen Kulturkennzeichen. Nördlich des Dörnbergs gibt es bis auf eine Ausnahme in Ostercappeln bei Osnabrück keine Nachweise keltischen Lebens. (ant)

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