Der Geograf Achim Orgir aus Dörnberg bietet Geo-Erlebnistouren in Deutschland an

Die Fossiliensammlung: Im Verkaufsraum am Fossiliensteinbruch in Mühlheim im Altmühltal können Tour-Teilnehmer Fossilien kaufen, wenn sie nicht selbst suchen und graben möchten. Foto:  Orgir/nh

Dörnberg. Zwei Jahre hat der Diplom-Geograph Achim Orgir recherchiert und vorbereitet, jetzt steht die dreitägige Geo-Erlebnistour ins fränkische Seenland und ins Altmühltal. In ganz Deutschland will er seine Geo-Touren anbieten. „Der Trend geht zur Themenreise und zu deutschen Regionen“, sagte Orgir und seine Augen leuchten, wenn er von seinen Erlebnissen über die Erd- und Menschheitsgeschichte spricht.

Gebürtig stammt der Wahl-Dörnberger aus dem Taunus. Danach hat er im Wolfsanger in Kassel gewohnt und sich auf die Suche nach einem Wohnsitz „fürs Alter“ gemacht. Dörnberg bot sich schon aufgrund der idyllischen Lage an. Also hat er gemeinsam mit seiner Frau Ute ein Haus im Neubaugebiet gebaut und sich gleich an die Arbeit gemacht, um die Touren vorzubereiten. 18 bis 20 Menschen können an den Reisen teilnehmen, mindestens sollten es jedoch 12 bis 14 sein. Großen Wert legt er auf kleine Busse und auf persönlich geführte Hotels. Bei seinen Touren will er die Höhepunkte Deutschlands definieren. 14 Regionen hat er sich dabei auf die Fahne geschrieben.

Auch die benachbarte Korbacher Spalte im Landkreis Waldeck-Frankenberg könnte bald im Angebot stehen. Doch zunächst konzentriert sich Achim Orgir auf Ziele außerhalb Hessens. Dabei baut er seine Kontakte zu Geoparks aus und bindet Menschen mit ein, die in der jeweiligen Region leben. So wird bei den Reisen auch regiontypisches Essen angeboten. Auch so manche Mythologie der Orte werden Thema sein. Ebenso bezieht er große Schriftsteller und Philosophen ein, die einst lustwandelten. Wandeln werden die Teilnehmer bei der ersten dreitägigen Tour auf den Spuren des Archaeopteryx, der Urvogel, der vor mehr als 142 Mio. Jahren lebte. Wer möchte, kann mit Hammer und Meißel sogar selbst auf die Suche nach fossilen Zeitzeugen gehen.

„Es gibt nicht wirklich einen Anbieter, der so etwas anbietet“, sagte Orgir. Für einen Reisenden selbst wäre solch eine Tour-Vorbereitung ein riesiger Aufwand. Jeder Schritt ist digital geplant. Aus seiner Erfahrung weiß er, dass sich der Blick der Teilnehmer ändern wird. Insgesamt sei für ihn die Gesamtgeschichte wichtig - neben den Inhalten.

Leidenschaftlich habe er Geographie studiert. Ist dann aber auf Umwegen Projektmanager geworden. Nach einem Sabathjahr wusste er, dass er sesshaft werden möchte. „Geologie und Menschheitsgeschichte hat immer etwas Verbindendes“, sagte Orgir.

In Dörnberg will er in Kürze mit einem Geo-Schnupperlauf auf sein Unternehmen und auf seine Touren aufmerksam machen. „Dörnberg hat viel zu bieten“, sagte Orgir.

www.orgir-tours.de

Von Monika Wüllner

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