Günter und Christian Triebstein leben den Motorsport - seit 2012 besitzen sie einen 1987er Reynard

Schrauber durch und durch: Günter Triebstein (links) und sein Enkel Christian mit ihrem Formel-3-Fahrzeug, einem Reynard von 1987. Foto: Gorny

Das Oldtimerfestival „Wheels meet Wings“ findet von heute bis Sonntag, 10. Juli, auf dem Gelände des Airport Kassel in Calden statt. Wir haben uns mit Oldtimerbesitzern getroffen, die am Wochenende ihre Fahrzeug präsentieren.

Dörnberg. Günter Triebstein (70) aus Burghasungeen und sein Enkel Christian (28) aus Dörnberg haben Benzin im Blut. Sie nehmen regelmäßig an Bergrennen teil, der Senior als Koordinator, der Junior als Fahrer.

Seit dem Jahr 2012 sind sie Besitzer eines ganz besonderen Renners: Ein Formel-drei-Rennwagen aus der englischen Reynard-Schmiede, Baujahr 1987. „Mit dem Nachfolgemodell hat Schumi seine Formel-drei-Karriere begonnen“, freut sich der Senior.

„In Pappkartons gekauft“

Der Bolide hat ein Leergewicht von 455 Kilogramm und bringt 200 PS auf die Straße. „Wir haben den Wagen 2012 in Pappkartons gekauft und dann Stück für Stück mit Hilfe von Fotos zusammengebaut“, erklärt der Dörnberger Christian Triebstein stolz.

„Legal schnell fahren“

Er und sein Großvater haben das notwendige Know-how: Der Senior, Maschinen- und Heizungsbauer, fuhr bereits in den 1960er-Jahren Formel-drei-Rennen und hat seitdem viele Fahrzeuge selbst aufgebaut. Der Junior, Kfz-Technikermeister, kaufte 2012 eine KFZ-Werkstatt und „dann ging’s richtig los“. Innerhalb von vier Wochen bauten sie den Reynard komplett auf und machten gleich den Härtetest: Ein Rennen auf der Strecke der Motorsportarena Oschersleben (Sachsen-Anhalt). Für den Burghasunger Günter Triebstein war das „eine gelungene Probefahrt“.

Sein Enkel Christian gibt gern Gas: „Bei Autorennen darf man legal schnell fahren.“ Weil Ersatzteile aber schwer aufzutreiben seien, haben sie den Reynard kaum bewegt und fuhren mit anderen Autos Rennen.

Beim Caldener Oldtimer-Treffen „Wheels meet Wings“ ist der Reynard im Einsatz, am Samstag und Sonntag ist er zu sehen.

Von Moritz Gorny

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