Nach 24 Jahren ist Schluss - Karl Schäfer hört als Ortsvorsteher von Burghasungen auf

Hört nach 24 Jahren als Ortsvorsteher auf: Karl Schäfer tritt nicht noch einmal als Ortsvorsteher zur Wahl an. Foto:  Renner

Burghasungen. 24 Jahre lang hat sich Karl Schäfer als Ortsvorsteher für seinen Heimatort Burghasungen stark gemacht, jetzt ist Schluss. Zur Wahl im März wird er nicht mehr antreten. „Es war eine schöne Aufgabe, aber nicht immer lustig“, sagt der 66-Jährige. Nun soll ein Jüngerer ran und in seine Fußstapfen treten.

„Kannst du mal eben....“: Diesen Satz hat Karl Schäfer in den vergangenen Jahrzehnten wohl am häufigsten gehört. Und das manchmal sogar nachts, erinnert er sich schmunzelnd. Beispielsweise, wenn ein städtischer Mitarbeiter zum Schneeschieben im Ort unterwegs war und es dem ein oder anderen Burghasunger nicht gefiel, dass der Schnee dadurch in der Einfahrt landete.

Als er 1992 als Nachrücker ins Amt kam, hatte er bereits acht Jahre als stellvertretender Ortsvorsteher hinter sich. „Und damals hätte ich nie gedacht, dass ich so lange im Amt bleiben würde.“ An vielen größeren Projekten im Zierenberger Ortsteil hat er tatkräftig mitgewirkt. „Gleich am Anfang ging es um den Kindergarten. Damals war es nicht klar, ob er zu uns oder nach Oelshausen kommt.“ Viele Klinken habe er geputzt, um einen geeigneten Standort zu bekommen. So sei auch es auch bei der Suche nach einem Platz für die Feuerwehr gewesen. „Man setzt sich für den Ort ein und immer wieder gibt es kleine Erfolgserlebnisse, über die sich die Leute freuen“, sagt er. Das größte Vorhaben in seiner Amtszeit? Ganz klar: der Bau der Grillhütte. „In Eigenleistung haben wir das gemacht, samt Kanal und Wasser.“ Anderthalb Jahre habe das gedauert und Hunderte Stunden wurden dafür investiert.

Auch die Friedhofsverwaltung gehörte stets zu seinen Aufgaben. Viel Arbeit habe das Amt neben dem Beruf mit sich gebracht. Der gelernte Elektroinstallateur hat bis zur Rente als Hausmeister im Altenzentrum in Baunatal gearbeitet. „Manchmal gab es auch Differenzen mit dem Arbeitgeber, da musste man sich durchbeißen“, sagt der IG Metall-Gewerkschafter. Bei allem Stress: Der Zusammenhalt unter den Burghasungern ist groß, die Arbeit zwischen Ortsbeirat und Vereinen sei immer gut gewesen.

Für seinen Nachfolger hat er einen Tipp: „Man sollte immer für jeden ein offenes Ohr haben.“ Er selbst wird sich jetzt hauptsächlich um seine Frau Ute und Tochter Luisa kümmern - und um seine eigenen Gänse. „Mir wird sicher nicht langweilig werden“, sagt Karl Schäfer.

Von Julia Renner

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