Neue Anlage für Trinkwasserversorgung in Naumburg

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Baustelle im Wald: Rund 2400 Quadratmeter wurde für den Bau des neuen Hochbehälters gerodet. Zum Ausgleich wird eine Fläche im Bereich des Mühlenholzes zwischen Altenstädt und Ippinghausen aufgeforstet. 

Naumburg. Es wird gesägt, eingeschalt, ausgegossen. Mitten im Wald am Kronberg in Naumburg brummt es auf der Baustelle, wo derzeit die zentrale Anlage für die Trinkwasserversorgung entsteht.

Ein wuchtiges Betonfass ragt aus dem Boden. Gut sechs Meter mag die Wand hoch sein. Es ist die Wasserkammer, die an diesem Donnerstag ihren Betondeckel bekommen soll. 400 000 Liter Wasser haben in ihr Platz, das entspricht knapp 3350 Wannenbädern.

Davor wird schon am nächsten Element gearbeitet. Das Wasser aus dem neuen Hochbehälter, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum alten, rund 500 Kubikmeter (500 000 Liter) fassenden Bassin entsteht und mit diesem gekoppelt wird, benötigt eine Schieberkammer zum Verteilen des Trinkwassers zur Naumburger Kernstadt beziehungsweise in die Stadtteile Elbenberg und Altendorf.

Löschwasserreserve

Außerdem wird es noch zwei spezielle Schieber geben, die dann zum Einsatz kommen, wenn Löschwasser benötigt wird, erklärt Dr. Norbert Könemann vom Immenhäuser Ingenieurbüro DSP, das für die Planung und Bauüberwachung verantwortlich zeichnet. 200 Kubikmeter groß wird die Löschwasserreserve sein, wenn der neue und der alte Hochbehälter gemeinsam ans Netz gehen.

Facharbeiter sind derzeit damit beschäftigt, die Schalung für die Außenwand der Schieberkammer herzustellen. Wenn alles gegossen ist, Wasser- und Schieberkammer fertiggestellt sind, werden die riesigen Betonteile fast vollständig in angeschobenen Erdwällen verschwinden. Der Zugangsbereich soll eine angedeutete Turmoptik erhalten mit Zinnen, die ein wenig an das historische Naumburg erinnern werden.

Eine Million Euro

Voraussichtlich Ende November wird das sein, jedenfalls sieht das Bauzeitenplan vor. Und derzeit spreche alles dafür, dass der auch eingehalten wird, so Dr. Könemann. Auch bei den Kosten werde man in der Spur bleiben. Rund eine Million Euro investiert die Stadt Naumburg am Kronberg in die Wasserversorgung.

Nach Auskunft von Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable (CDU) werden sich die Kosten im Gebührenhaushalt der Stadt mit rund 20 000 Euro pro Jahr niederschlagen, die über die Wassergebühren an die Verbraucher weitergereicht werden. 

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