Strom fließt im Untergrund

Die Niederspannungsfreileitungen in Naumburg Heimarshausen wurden durch Erdkabel ersetzt

Das Erdkabel im Griff: Helmut Pfennig (Ortsvorsteher Heimarshausen), Bürgermeister Stefan Hable, Roger May (Energie-Netz Mitte), Andreas Schneider (Leiter der Netzregion Baunatal der Energie-Netz Mitte), Heinz Sommer (Energie-Netz Mitte) und Stadtrat Wilfried Stiehl beim Abschluss der Erdverkabelungsarbeiten in Heimarshausen. Foto:  nh

Heimarshausen. Ein paar Telefonleitungen ziehen sich noch in luftiger Höhe durchs Dorf, ansonsten sind frei laufende Strippen im Naumburger Stadtteil Heimarshausen Vergangenheit: Die Energie Region Kassel (ERK) hat gemeinsam mit der Energie-Netz Mitte, die Netztochter der EAM, die Stromkabel neu verlegt Die Niederspannungsfreileitungen wurden auf Erdkabel umgestellt.

640 Meter Kabel

Rund 400 Meter der Niederspannungs-Freileitung im Ortsnetz wurden dabei durch ein rund 640 Meter langes in der Erde verlegtes Kabel ersetzt. Somit sind die die Freileitungen und Dachständer-Hausanschlüsse aus dem Ortsbild verschwunden. Nach Angaben von Naumburgs Bürgermeister Stefan Hable (CDU) hat das Unternehmen rund 105 000 Euro in die Verkabelung investiert.

Die Energie Region Kassel hat zum 31. Dezember 2015 das Ortsnetz in Naumburg-Heimarshausen von der Energie Waldeck Frankenberg (EWF) übernommen und ist seitdem für die Energieversorgung verantwortlich. „Durch die Investition in die Erdverkabelung tragen wir erheblich dazu bei, die Versorgungssicherheit im Netzgebiet der Energie Region Kassel zu erhöhen und das Landschaftsbild in diesem Gebiet zu verbessern“, erklärte der Leiter der Netzregion Baunatal, Andreas Schneider beim Abschluss der Arbeiten.

Vorteile

Die Erdverkabelung von Stromleitungen im Mittelspannungs- und Ortsnetzbereich habe Vorteile hinsichtlich der Versorgungssicherheit. Schäden durch Witterungseinflüsse, insbesondere durch Sturm und Gewitter, kommen im Kabelnetz wesentlich seltener vor.

Außerdem sei das Netz weniger wartungsaufwendig. Die EAM-Gruppe setze bei einer Erneuerung von Freileitungen inzwischen vorrangig Erdkabel ein.

Bürgermeister Stefan Hable, der aus Heimarshausen stammende Stadtrat Wilfried Stiehl und Heimarshausens Ortsvorsteher Helmut Pfennig ließen es sich nicht nehmen, bei der Entfernung der letzten Freileitungskabel dabei zu sein. Hable zog eine positive Bilanz der gut drei Monate währenden Arbeiten: „Das Zusammenspiel zwischen der Energie-Netz Mitte und der Stadt hat bei diesem Projekt sehr gut funktioniert. Und wir sind froh, dass die Arbeiten rechtzeitig vor dem Winterbeginn abgeschlossen werden konnten.“

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