Undichter Tank

Gas sprengt Narrenparty: Naumburger Stadthalle wurde evakuiert

Gasalarm an Rosenmontag: Naumburgs Stadtbrandinspektor Thomas Heger überprüft die Anschlüsse am Tank. Foto: Norbert Müller

Naumburg. Mit der Räumung ihrer Narrhalla im Burghain wegen auströmenden Gases endete für rund 200 Narren das Rosenmontagsvergnügen abrupt.

Gegen 23.30 Uhr hatte ein Besucher der Karnevalsveranstaltung in der alten Stadthalle im Burghain Gasgeruch wahrgenommen und Mitglieder der DRK-Bereitschaft informiert, die an diesem Abend vor Ort den Sanitätsdienst leisteten. Gemeinsam mit Mitgliedern des Elferrates wurde die Evakuierung eingeleitet.

Ludger Jacobi, Elferratsmitglied und Feuerwehrmann: „Wir haben erstmal die Musik runtergedreht und dann die Anwesenden aufgefordert, geordnet die Halle zu verlassen.“ Das lief dann auch relativ reibungslos, die Partygäste versammelten sich zunächst vor der Halle, wurden dann aber, auf den oberen Parkplatz gebeten, um einen größeren Sicherheitsabstand zur Halle zu haben.

Die DRK-Bereitschaft, so deren Leiter Timo Jassmann, versorgte ein gutes Dutzend frierender Jecken mit wärmenden Decken, die zur Ausstattung der Einsatzfahrzeuge gehören. Die Leitstelle Kassel hatte inzwischen die Feuerwehren aus der Naumburger Kernstadt, aus Elbenberg und Altenstädt alarmiert. Mit rund 30 Einsatzkräften rückten die Brandschützer an. „Man konnte das Gas deutlich riechen“, sagte Stadtbrandinspektor Thomas Heger am Einsatzort.

Ein Trupp unter Atemschutz und ausgerüstet mit einem speziellen Messgerät klärte die Situation im Bereich des an der östlichen Außenwand stehenden Tanks, der gut 1,2 Tonnen Flüssiggas fasst und laut Veranstalter erst am Donnerstag befüllt worden war.

Das Messegerät hätte man nicht wirklich gebraucht, denn das austretende Gas war eindeutig zu hören. „Es hat deutlich gezischt“, so der Stadtbrandinspektor. Die Feuerwehrleute dichteten das Leck ab, eine Fachfirma wurde zur Stadthalle bestellt. Anschließend belüftete die Feuerwehr das Gebäude. Kurz nach 0.30 Uhr war für die Wehren der Einsatz beendet.

Die Karnevalisten waren da schon längst weitergezogen, entweder zum Feiern unten in die Stadt oder aber sie waren auf dem Weg nach Hause, um sich von einem außergewöhnlichen Rosenmontag zu erholen.

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