Neujahrsempfang der Gemeinde Bad Emstal: Mit Merkels Motto Mut machen

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Mit Gottes Hilfe: Der Vorsitzende der Bad Emstaler Gemeindevertretung, Wilfried Wehnes, begrüßt Naumburgs katholischen Stadtpfarrer Johannes Kowal (rechts). Mit dabei: Bürgermeister Ralf Pfeiffer und Waltraud May-Wehnes. 

Bad Emstal. „Wir schaffen das." Diesen Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Herausforderung durch den Flüchtlingsstrom stellten auch die drei Redner beim Neujahrsempfang der Gemeinde Bad Emstal in den Mittelpunkt ihrer Beiträge.

Bürgermeister Ralf Pfeiffer präsentierte den Gästen zunächst eine Bilanz des vergangenen Jahres: „Obwohl wir eine Schutzschirmgemeinde sind und von daher unsere finanzielle Spielräume eingeschränkt sind, kann sich das Geleistete sehen lassen. Wir können auf ein erfolgreiches 2015 zurückblicken.“ Als Beispiele nannte der Gemeindechef den Kampf gegen die Stromtrasse Suedlink, den Ausbau der erneuerbaren Energien, das Dorferneuerungsprogramm in Balhorn und den Tourismus mit einer Steigerung der Übernachtungszahlen um zehn Prozent auf über 29 000 Übernachtungen. Pfeiffer blickte optimistisch in die Zukunft: „Wir schaffen das, wenn wir die vor uns liegenden Herausforderungen alle gemeinsam meistern.“

Kritische Worte

Dass es gelingt, davon ist Wilfried Wehnes überzeugt. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung und damit offizieller Gastgeber des Neujahrsempfangs appellierte nicht nur an alle Verantwortlichen und auch die Bürger, über den politischen Tellerrand hinaus nicht die Menschlichkeit zu vergessen und nicht wegzuschauen, er richtete auch kritische Worte an die Landesregierung in Bezug auf den kommunalen Finanzausgleich. Wehnes: „Trotz aller finanziellen Daumenschrauben: Bad Emstal wird es schaffen.“

Landrat Uwe Schmidt wiederum blickte auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik. „Wir alle dürfen hier nicht wegschauen. Gemeinsam schaffen wir auch diese Herausforderung.“

Märchenhafte Reise

Unterstützung fand der Kreischef in der Märchenerzählerin Andrea C. Ortolano. Auf ihrer heiteren, aber auch nachdenklichen Reise in die Welt der Fantasie hielt sie dem Publikum in zwei Märchenerzählungen den Spiegel vor, machte deutlich, dass Menschlichkeit und Nächstenliebe hohe Güter sind.

Nach den Reden standen entspannte Gespräche im Mittelpunkt. Musikalisch mitgestaltet wurde der Neujahrsempfang vom Apra-Strings-Cello-Quartett der Musikschule Wolfhager Land.

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