Rumäne richtet mit Schwertransporter Schlachtfeld auf der Autobahn 44 an

Zierenberg/Breuna. Ein etwa drei Kilometer langes Schlachtfeld umgefahrener Baustellenbaken auf der linken und abgefahrener Leitpfosten auf der rechten Seite: So hinterließ ein 51-jähriger Rumäne mit ungenehmigten Schwertransport die Autobahn 44 in der Baustelle zwischen Zierenberg und Breuna in Fahrtrichtung Dortmund.

Die Polizei schätzt den Schaden auf mindestens 5000 Euro. Der Schwertransporter sowie das dahinter fahrende Begleitfahrzeug, die einfach weitergefahren waren und sich laut Polizei offenbar aus dem Staub machen wollten, konnten von einer Funkwagenbesatzung der Polizeiautobahnstation Baunatal kurz hinter der Unfallstelle auf die Tank- und Rastanlage Bühleck in der Nacht zu Donnerstag zur Kontrolle dirigiert werden.

Durch die umgefahrenen Baken, die zum Teil mitten auf der Fahrbahn lagen, bildete sich in der Nacht ein Stau. Während einer kurzfristigen Vollsperrung wurden die Baken aufgestellt. Gegen vier Uhr lief der Verkehr nach eineinhalb Stunden wieder normal. Auf der Rastanlage Bühleck wird der Schwertransporter, der mit einem größeren Eisenteil für einen Betrieb in Duisburg beladen ist, auch voraussichtlich noch rund zehn Tage stehen bleiben müssen. Denn mit dem Schwertransport war einiges im Argen, sagt Polizeihauptkommissar Friedhelm Leck, ein Schwerverkehrsexperte der Autobahnpolizei Baunatal.

Zunächst habe sich die rumänische Spedition wohl selbst auf der Basis einer früheren Genehmigung eine aktuelle Genehmigung gebastelt. Darin war die Ladung nur 22 statt 35 Tonnen schwer, der Transport um rund 50 Zentimeter schmaler als tatsächlich und auch deutlich kürzer. Damit wollte man offenbar die erforderliche Polizeibegleitung umgehen. Deswegen müssen sich die Transporteure nach Angaben eines Polizeisprechers auch wegen Urkundenfälschung verantworten.

Technische Mängel Daneben fanden die Experten der Autobahnpolizei nach gründlicher Überprüfung noch zahlreiche technische Mängel an der Bereifung und dem Aufbau des Schwertransporters. Wie Hauptkommissar Leck weiter erklärte, werde vermutlich eine Spezialfirma aus Paderborn in einigen Tagen mit Kran und geeignetem Schwertransporter die weitere Fahrt der schweren Fracht in Richtung Duisburg übernehmen. (ewa)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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