Fahrplanwechsel des NVV stellt Schüler vor große Herausforderung – Nachbesserung gefordert

Der Schulweg wird zur Tortur

Engagieren sich für bessere Busanbindungen für ihre schulpflichtigen Kinder: Angelika Schülken (Altendorf), Ira Waterkamp (Züschen), Beate John (Heimarshausen), Sandra Schneider (Heimarshausen), Petra Althoff-Melcher (Heimarshausen), Silke Glintzer (Altendorf) und Pia Ritter (Altendorf). Foto: Spanel

Heimarshausen. Verspätete Busse, unzumutbare Fahrzeiten von mehr als einer Stunde und dazu der Umsteigewahnsinn: Nach dem Fahrplanwechsel vom 9. Dezember 2012 läuft es offenbar noch nicht rund im öffentlichen Nahverkehr des Wolfhager Landes.

Besonders der Weg schulpflichtiger Kinder von ihrer Unterrichtsstätte in die jeweiligen Heimatorte gestaltet sich schwierig. So wurden mit Inkrafttreten des neuen Linienfahrplans der NVV auch alle Busse der Linie 154 von Fritzlar nach Züschen, Heimarshausen, Altendorf und Naumburg nach 16 Uhr ersatzlos gestrichen. Eine Zumutung, finden die besorgten Eltern: „Unsere Kinder haben somit keine Möglichkeit mehr, nach der zehnten Schulstunde nach Hause zu kommen“, sagt Sandra Schneider aus Heimarshausen.

Komplizierter Heimweg

Ihre Tochter Katharina besucht die fünfte Klasse der Fritzlarer Ursulinenschule und wäre dringend auf den Bus angewiesen: „Der letzte Bus fährt um 15.49 Uhr ab Fritzlar. Schulschluss ist aber erst um 16.05 Uhr – das ist unmöglich.“ Insgesamt teilen 28 Schüler aus Elbenberg, Heimarshausen, Altendorf und Züschen Katharinas Schicksal. Und viele Alternativen gibt es nicht: Eine vom NVV vorgeschlagene Ersatzroute wollen die Eltern nicht hinnehmen. „Dann müsste mein Kind unsinnige Umwege, eine Fahrzeit von anderthalb Stunden und einen Wechsel der Buslinie ertragen“, sagt Heimarshäuserin Beate John. Um ihren Kindern diese Prozedur zu ersparen, haben sich die Mütter mittlerweile zu Fahrgemeinschaften zusammengeschlossen. Ein Dauerzustand soll das aber nicht bleiben, denn viele Eltern sind berufstätig.

Unterschriftenaktion

Um die Situation zu verbessern, organisieren die Mütter Unterschriftanaktionen für eine bessere NVV-Busanbindung ihrer Heimatorte. „Wir Eltern werden aktiv – auch mit Briefen an den Landrat und den Bürgermeister“, sagt Ira Waterkamp aus Züschen. „Die Situation muss sich ändern – vor dem Fahrplanwechsel war die Verbindung doch auch da.“ Morgens sehe die Situation nicht besser aus. „Die Busse sind hoffnungslos überfüllt und halten manchmal noch nicht einmal mehr an.“ Die Busfahrkarte für 81 Euro im Monat pro Kind falle in dieser Hinsicht doppelt ins Gewicht.

Die Eltern wünschen sich deshalb konkrete Nachbesserungen vom NVV. „Ein zweiter Bus und keine längere Fahrzeit als 45 Minuten. Das sollte doch machbar sein“, so Sandra Schneider. Schließlich seien es doch die Kinder, die den Großteil der Fahrgäste ausmachten. „Das hätte man besser bedenken müssen.“

Von Emily Spanel

Norman Jacob
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Schlimm ist das..

Norman Jacob
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Schlimm ist das..

WAERTER
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Ihr habt das immer noch nicht begriffen,wie der Hase hoppelt!!!!!!
Unser Steuergeld geht nach Griechenland und dort unterhalten wir den öffentlichen Nahverkehr,damit die Arbeitslosen zur Arbeit kommen.Oder finanzieren gar deren Faulheit.
Hier wird es noch schlimmer werden. Miterweile sparen wir doch schon überall.

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