„Unser Dorf ist bunter“: Fest der Begegnung in Balhorn

+
Fest der Begegnung: Priscil (von links), Chantal, Sarah, Antje Stiebing, Assis mit Avesta und Emanuel am Kleid namens „Menschlichkeit“, das mit Stoffen aus aller Welt erarbeitet wurde.

Balhorn. Das von der 17-jährigen Balhornerin Julia Stiebing entworfene Kleid zum Thema Migration und Integration, dem sie den Namen Menschlichkeit gab, hatte Symbolcharakter.

Denn für ihre modische Kreation hatte Stiebing unter anderem farbintensive Stoffe aus Afrika, Thailand, Indien, Deutschland und dem Orient verwendet. So bunt, wie sich das textile Material zu einem Ganzen zusammenfügte, präsentierte sich auch der voll besetzte Saal im Balhorner Dorfgemeinschaftshaus beim Fest der Begegnung.

Dazu hatte der Unterstützerkreis Balhorn in Kooperation mit der Diakonie eingeladen. Deren Vorsitzende Elisabeth Theiss: „Um den Balhorner Bürgern Gelegenheit zu geben, ihre „Neubalhorner“ besser kennen zu lernen.“ Denn in dem 1780 Einwohner zählenden Bad Emstaler Ortsteil haben derzeit Männer, Frauen und Kinder aus zehn unterschiedlichen Weltregionen eine neue Heimat gefunden. Darunter auch 17 Kriegsflüchtlinge aus Syrien, von denen drei inzwischen in den Nachbarort Martinhagen gezogen sind.

Ortsvorsteher Karl-Heinz Dorer: „Unser Dorf ist bunter, internationaler geworden und durch das ehrenamtliche Engagement des Unterstützungskreises gibt es statt Trennendes nur Gemeinsames.“

Im Mittelpunkt des Festes der Begegnung, das keine Eintagsfliege bleiben, sondern in regelmäßigen Abständen wiederholt werden soll, stand aber nicht nur das Gespräch, das „Schnuddelchen“. Die Balhorner konnten auch neue Geschmackswelten entdecken und genießen. Die Neubürger hatten kulinarische Köstlichkeiten aus ihrer Heimat zubereitet. Assia aus Syrien tischte Kienafeh auf, eine orientalische Engelhaarspastete mit Käse, die man warm und kalt genießen konnte. Chantal aus dem Kongo servierte gebratene Bananen, zudem kochte sie in der DGH-Küche Couscous. Und eine Inderin hatte vegetarische Tortilla Rollups und eine aus Pistazien und Mandeln kreierte zuckersüße Nachspeise zubereitet.

Natürlich gab es auch Schmackhaftes nach Balhorner Rezepten von den Landfrauen. Die Kinder konnten sich unter Betreuung in einer Mal- und Bastelecke ihre Zeit vertreiben. Ortsvorsteher Karl-Heinz Dorer appellierte an alle Beteiligten, die Zukunft für ein friedliches Miteinander gemeinsam zu erarbeiten und zu gestalten. (zhi)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.