Rotkopfschafe – eine seltene Schafrasse – an verantwortungsvolle Züchter abzugeben

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Hund im Schafspelz: Lange hielt sich Schaf Lucinda für einen Hund, wuchs sie doch als erste Handaufzucht im Wohnzimmer der Pfennigs auf und lernte dort auch deren Hunde kennen. Auch wenn sie inzwischen bei ihren Artgenossen auf der Weide lebt, weiß sie die Streicheleinheiten von Bernd Pfennig überaus zu schätzen.

Die sind einfach nur nett!“ Sabine Pfennig ist die Begeisterung für ihre Schafe der Rasse Rouge du Roussillon anzumerken. Vor 11 Jahren fing sie mit wenigen Tieren an, heute zählen 29 Tiere zu ihrer kleinen Herde. Für einige davon sucht sie nun ein neues Zuhause.

Die Rotkopfschafe sind etwas Besonderes. Nicht nur, weil sie überaus zutraulich, sehr friedlich, unkompliziert und resistent gegen Hitze und Kälte sind und dazu auch noch sehr hübsch aussehen. Sondern, weil es sich bei ihnen um eine echte Rarität handelt. In Frankreich, dem Heimatland der Schafe, gibt es nur noch 150 Tiere. In ganz Deutschland sind es 217 Tiere und weltweit ungefähr nur 400. Die meisten Schafe befinden sich in Zoos und Tierparks, nur vier bis fünf Privathalter gibt es.

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„Ich suchte damals Schafe als Grundstückspfleger“, berichtet Sabine Pfennig von ihrer Intention, sich Schafe anzuschaffen, „sie sollten allerdings aus einer bedrohten Rasse stammen, damit man etwas für den Erhalt der Tiere tun kann.“ Die Wahl fiel aufgrund ihrer Unkompliziertheit und familienfreundlichen Einstellung auf die Rouge du Roussillon, sodass die Altenstädterin Kontakt zum Zoo Nürnberg suchte, wo eine Herde der seltenen Schafe existiert. „Ich dachte, die freuen sich, wenn ich komme“, lacht die Züchterin in Erinnerung an die erste Kontaktaufnahme, „doch die wollten gar nichts von mir wissen. Schließlich hatte der Zoo bereits schlechte Erfahrungen mit anderen Interessenten gemacht.“

Erst als Sabine Pfennig nachweisen kann, dass sie neben der richtigen Motivation auch über die notwendigen Kenntnisse und genügend Platz verfügt, kam sie mit dem Zoo ins Gespräch. Heute engagiert sie sich mit ihrem Ehemann Bernd sehr für den Erhalt der Rasse, ist Mitglied in einem Züchterverband und tauscht sich mit den anderen Züchtern aus. Auf diese Weise wird der Bestand der Rotköpfe sorgfältig gehegt und gepflegt.

Das Rouge du Roussillon stammt aus den französischen Pyrenäen und gehört zu den Wanderschafen, die im Frühling zusammen mit anderen Schafrassen aus den Niederungen von Arles und aus dem Rhone-Delta in die Alpen getrieben wurden. Es kann ganzjährig im Freien gehalten werden, ein offener Stall wäre aber im Winter besser. Hitze macht den robusten Tieren überhaupt nichts aus.

Im Ursprungsland wurden die Rotkopfschafe gemolken und ihre Milch wurde zur Herstellung von Roquefort-Käse genutzt.

„Uns ist es sehr wichtig zu betonen, dass die Schafe nur für die reinrassige Zucht abgegeben werden“, sagen die Hobby-Landwirte, „in den 70er-Jahren war diese Allrounder-Rasse fast ausgestorben. Für den Kochtopf ist sie viel zu schade – auch wenn das Fleisch der Schafe sehr gut schmeckt!“ Aber auch ihre Wolle ist überaus wertvoll. Sie ist mit Kaschmir vergleichbar und wird von den Züchtern an eine Modedesignerin aus Berlin abgegeben, die daraus gefragte Kleidungsstücke fertigt.

Bernd Pfennig ist Zuchtwart für die Rouge du Roussillon. Er führt Listen, in denen alle lebenden und toten Tiere vermerkt sind. Auf diese Weise gelingt es, Inzucht zu vermeiden und einen starken Genpool aufzubauen. „Wir suchen Züchter für unsere Tiere, die zum Erhalt der Rasse auch an einem Tier- und Bockaustausch interessiert sind und sich auch unserem jährlichen Züchtertreffen anschließen.“

Gerne geben Sabine und Bernd Pfennig den künftigen Besitzern ihrer Schafe Auskunft über die schönen Tiere und deren Haltungsbedingungen und freuen sich auf viele interessierte Anfragen.

Von Gitta Hoffmann

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