Wolfhagen: Bürgermeister Schaake tritt an, aber mit weniger Rückhalt

Reinhard Schaake

Wolfhagen. Die aktuelle Amtszeit des parteilosen Wolfhager Bürgermeisters Reinhard Schaake endet im August 2017, die Wahl wird wohl im März stattfinden. Schaake will wieder antreten, sagte er der HNA auf Anfrage. Nicht alle Fraktionen stärken ihm den Rücken, doch Gegenkandidaten sind bislang nicht in Sicht.

„Im Moment ist meine Position, dass ich noch einmal antreten werde“, sagte Schaake der HNA. Die SPD-Fraktion im Stadtparlament hat noch keine klare Linie gefunden, sagt Fraktionschef Heiko Weiershäuser. Die Sozialdemokraten, die ihn bislang unterstützten, üben deutliche Kritik am Bürgermeister, vor allem am Thema Finanzen. „Was sich Schaake im letzten halben Jahr geleistet hat, ist für eine Stadt wie Wolfhagen eigentlich untragbar“, sagt Weiershäuser. Bei der Wahl „stützen wir ihn vermutlich eher nicht“. Unklar ist, ob die SPD einen eigenen Kandidaten ins Rennen schickt.

Das Bündnis Wolfhager Bürger (BWB) wird Schaake „nach wie vor nicht unterstützen“, sagt Fraktionsvorsitzender Uwe Nord. Einen eigenen Kandidaten werde das BWB nicht benennen. Auch Dr. Axel Vetter, Fraktionschef der Grünen, legt sich nicht fest. „Wir wissen noch nicht, ob es Gegenkandidaten geben wird. Das wird noch interessant werden.“ Man kenne die Stärken und Schwächen Schaakes, sagt Vetter. Die Grünen warten nun mögliche Kandidaten und den Wahlkampf ab.

Ähnlich sieht es die CDU. Solange man nicht wisse, ob es andere Kandidaten gebe, wolle man sich nicht festlegen, sagt Fraktionsvorsitzender Uwe Landgrebe. Es sei deshalb noch unklar, ob man Schaake unterstütze. Ob es einen eigenen CDU-Kandidaten gibt, ist ebenfalls noch unklar. „Die Gespräche laufen noch“, so Johannes Kuhaupt, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands.

Von Julia Renner

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