Besuch aus Frankreich: Schüleraustausch an Filchner-Schule fand mit Verspätung statt

Buffet zum Abschied: Für Schüler, Lehrer und Eltern endete der Austausch mit einem deutsch-französischen Kulturabend. Schon jetzt freuen sich alle auf ein Wiedersehen. Foto: Brück
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Buffet zum Abschied: Für Schüler, Lehrer und Eltern endete der Austausch mit einem deutsch-französischen Kulturabend. Schon jetzt freuen sich alle auf ein Wiedersehen.

Wolfhagen. Der Austausch mit dem Collège Joliot Curie in der französischen Stadt Tergnier ist für die Schüler der Wilhelm-Filchner-Schule immer etwas ganz Besonderes - in diesem Jahr vielleicht noch etwas mehr als sonst.

Der Besuch der 18 Schüler aus Frankreich in Wolfhagen hätte eigentlich schon im vergangenen Jahr stattfinden sollen. Aufgrund der Terroranschläge in Paris im November, wurde die Reise aber auf den Januar verschoben.

„Die Angriffe in Paris und das Verschieben des Austausches haben diesen kaum beeinflusst“, sagt Lehrerin Katrin Bergmann. Es habe nicht einmal einen Fall von Heimweh gegeben, wie das bei vorherigen Besuchen immer der Fall gewesen sei.

Das Wochenende verbrachten die Gäste aus Frankreich bei den Familien der Wolfhager Schüler. Auch dort seien die Terroranschläge von Paris kein Thema gewesen, erzählt Schülerin Noa Schwartz. Da ihre Schwester Lyael ebenfalls am Austausch teilnahm, waren bei der Familie gleich zwei Besucher aus Frankreich zu Gast. Margot Ribeiro und Priscilla Pascuzzi waren nicht nur vom Besuch im Marburger Chemikum begeistert, sondern verbinden nun auch ganz persönliche Erinnerungen mit dem Kasseler Herkules. „Wir haben uns auf den Stufen verlaufen und wussten dann nicht mehr, wie wir wieder runterkommen sollen“, sagt Margot und bricht zusammen mit den anderen Mädchen in Gelächter aus.

Das Ziel des Austausches, Verbindungen über Ländergrenzen zu schaffen, scheint erreicht worden zu sein. Das findet auch Katrin Bergmann: „Über die Jahre sind oft viele freundschaftliche Beziehungen entstanden.“ Auch Noa, Lyael, Margot und Priscilla wollen in Kontakt bleiben.

Eine schöne Erinnerung an die gemeinsame Zeit in Wolfhagen werden da die Fotoromane sein, die von den Schülern zum Thema Märchen erstellt wurden. Für die richtige Inspiration sorgten ein Besuch in der Grimmwelt in Kassel und auf dem Grimm-Dich-Pfad in Marburg.

Im März werden dann die Wolfhager Schüler ihre neuen Freunde im französischen Tergnier besuchen. Hier könnten sie die Schatten von Paris aber ein zweites Mal einholen: Ob der dort geplante Ausflug nach Paris stattfinden kann, ist wegen der Terroranschläge derzeit noch nicht entschieden.

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