Drahtesel zum Schnäppchenpreis

Fahrradbörse in Wolfhagen mit Besucherrekord

Schöne Zweiräder bei der Börse: Zum Auftakt der Schnäppchenjagd gab es ein großes Angebot. Foto:  Michl

Wolfhagen. Drei Wochen musste Nico Schmidt auf sein Geschenk warten. Zum zehnten Geburtstag hatte sich der in Bad Emstal-Riede lebende Nico ein Mountainbike gewünscht, jetzt ging sein Traum in Erfüllung.

Bei der gemeinsam vom Motorsportclub im ADAC Wolfhagen (MSC) und dem Förderverein der Wilhelm-Filchner-Grundschule ausgerichteten Fahrradbörse im Wolfhager Ford-Autohaus Güde. Für 190 Euro kaufte ihm sein Vater ein fast neuwertiges Marken-Zweirad, für das man im Fachhandel über 500 Euro hätte hinblättern müssen. Ein echtes Schnäppchen also.

Auf ein solches spekulierten auch die über 600 Kaufinteressenten, ein neuer Besucherrekord, die aus ganz Nordhessen und dem angrenzenden Ostwestfalen und Südniedersachsen gekommen waren. Fündig wurde auch der sechsjährige Arthur Martinissen aus Ehlen, dem seine Eltern ein hochwertiges günstiges Kinderfahrrad kauften. Pünktlich um 13 Uhr hatten sich die Tore der Fahrradbörse geöffnet, nach noch nicht einmal einer Stunde hatten fast zwei Drittel der angebotenen Objekte einen Käufer gefunden.

Aber nicht nur die Besucherresonanz bildete eine noch nie dagewesene Höchstmarke, sondern ebenfalls das zum Verkauf stehende Sortiment mit über 300 Angeboten. Überwiegend gut erhaltene Fahrräder für alle Altersklassen, aber auch Bobbycars, Kinderdreiräder, Skateboardbretter, Inliner und ein vielschichtiges Sortiment an Zubehör vom Schutzhelm bis zu Ersatzteilen warteten auf die Kunden. Alle Artikel waren im Vorfeld von ehrenamtlichen MSC- Mitgliedern noch einmal technisch durchgecheckt und akribisch auf ihre Verkehrssicherheit überprüft worden.

Die Verkäufer mussten ein Standgeld zwischen ein und zwei Euro bezahlen und zehn Prozent des von ihnen festgelegten Verkaufspreises, der aber noch im persönlichen Gespräch verhandelbar war, an die beiden Veranstalter abgeben. Der dabei erzielte Erlös als auch die Netto-Einnahmen durch den Verkauf von Kaffee und Kuchen, Essen und Getränke wurden zu gleichen Teilen zwischen dem MSC und dem Förderverein gerecht geteilt. Andreas Herpers, MSC-Vorstandsmitglied: „Wir investieren in die Fort- und Ausbildung unserer Kart-Nachwuchsfahrer. Grundschul-Fördervereinsvorsitzender Heiko Rudzicka: "Mit dem Gewinn finanzieren wir schulische Projekte und Anschaffungen, die durch Mittel des Landes und des Landkreises nicht unterstützt bzw. durchgeführt werden könnten.“

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