Statt mit 5,4 Mio. muss mit acht Mio. Euro gerechnet werden

Feuerwehrstützpunkt Wolfhagen: Neubau könnte teurer werden

Wolfhagen. Der Neubau des Wolfhager Feuerwehrstützpunktes wird teurer als ursprünglich angenommen, während der Zuschuss des Landes Hessen geringer ausfallen könnte als erwartet.

Das erfuhren die Wolfhager Stadtverordneten und Magistratsmitglieder am Donnerstagabend im Domizil der Wolfhager Wehr. Dort wurde ihnen von einem Planungsbüro aus Siegen der Entwurf für einen Neubau erläutert, für den sich die Parlamentarier vor einem Jahr in einem Grundsatzbeschluss ausgesprochen hatten. 

Die neuen Zahlen haben sie mit einigem Schrecken zur Kenntnis genommen: Statt 5,4 Millionen Euro wurden für den Neubau – allerdings erweitert um ein Katastrophenschutzlager des Landkreises – Kosten in Höhe von knapp acht Millionen Euro genannt. Statt 2,2 Millionen Euro werden jetzt Landeszuschüsse in Höhe von 1,5 Millionen Euro erwartet. In der Gesamtrechnung muss zudem eine nicht öffentlich genannte Summe für den Ankauf eines Baugeländes gegenüber der Kläranlage am Ortsausgang in Richtung Nothfelden berücksichtigt werden. 

„Fakt ist, so eine Summe kriegen wir nicht gewuppt“, sagte Bürgermeister Reinhard Schaake (parteilos) auf Anfrage der HNA zu den neuen Zahlen. Die Schulden der Stadt Wolfhagen liegen derzeit bei rund 24 Millionen Euro. Die Planer müssten nun klären, wie die Kosten reduziert werden können. Und man müsse abwarten, was tatsächlich aus Wiesbaden an finanzieller Unterstützung zu erwarten ist. 

Der Antrag für den Landeszuschuss werde jetzt auf Grundlage der am Donnerstag vorgestellten Planung beim Land gestellt. Wenn die Höhe des Zuschusses feststehe, dann werde das Wolfhager Parlament einen abschließenden Beschluss über das Bauprojekt fassen und entscheiden, „machen wir es oder machen wir es nicht“, erklärte Bürgermeister Schaake.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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