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Jürgen Flecke würde sich auf Fahrtauglichkeit testen lassen

Souveräner Autofahrer: Jürgen Flecke aus Wolfhagen fährt auch mit 74 Jahren noch gerne Auto. Er hätte nichts dagegen, wenn er zu einer Testfahrt mit Beobachtern aufgefordert würde. Foto:  Wüllner
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Souveräner Autofahrer: Jürgen Flecke aus Wolfhagen fährt auch mit 74 Jahren noch gerne Auto. Er hätte nichts dagegen, wenn er zu einer Testfahrt mit Beobachtern aufgefordert würde.

Wolfhagen. Ältere Autofaher sollten mittelfristig gesetzlich zu Testfahrten mit geschulten Beobachtern verpflichtet werden. Jürgen Flecke (74) aus Wolfhagen hätte nichts gegen einen Test.

Der 74-Jährige ist fit, und so fühlt er sich auch.Verbindliche Fahrtests hatten die Unfallforschung der Versicherer und auch die Grünen vorgeschlagen. Das Bundesverkehrsministerium sprach sich aber dagegen aus.

Jürgen Flecke merke zwar auch, dass er jetzt anders fährt als noch vor zehn Jahren. „Ich fahre überlegter als früher“, sagt Jürgen Flecke. Denn er fährt auch gerne mal schnell. Zumindest auf Autobahnen, wenn es die Verkehrsverhältnisse zulassen. „Ich hasse Schleicher und linksfahrende Schubkarren“, sagt Flecke und lacht. Drängeln würde er aber nicht.

Flecke glaubt, dass es viele Menschen gibt, die sich selbst überschätzen. Deshalb wären Tests vielleicht sinnvoll. „Man muss ja nicht gleich den Führerschein abgeben“, sagt Jürgen Flecke. Er vertraue auf seine zwei Kinder. Wenn die ihm irgendwann mal sagen, dass er lieber nicht mehr Autofahren solle, dann würde er es - wenn auch schweren Herzens - lassen. „Vielleicht merke ich es aber auch selber, wenn es keinen Zweck mehr hat“, sagt Flecke.

Flecke war in seinem Berufsleben als Kraftfahrzeugmeister bei Henschel bundesweit unterwegs. Und einen Lkw-Führerschein hat er auch. Da werden Fahrer ab dem 65. Lebensjahr alle fünf Jahre überprüft und gesundheitlich gecheckt. „Ich fahre gerne Auto“, sagt Flecke. Auch bei Eis und Schnee habe er keine Angst. Mit guter Bereifung und einer gesunden Lebenseinstellung sei das alles kein Problem. Sagt es und steigt in seinen zwölf Jahre alten und sehr gepflegten Daimler. Die Autogarage liegt am Berg, ziemlich knifflig, da ein- und auszuparken. Für Jürgen Flecke aber nicht. Und er parkt grundsätzlich rückwärts ein.

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