Bewohner der Herderstraße kämpfen seit zwei Wochen gegen Fliegen und Gestank

Misthaufen in Wolfhagen stinkt den Anwohnern

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Hat die Nase voll: Dietmar Feldhaus ärgert sich über den Misthaufen, den ein Landwirt direkt vor seinem Haus abgeladen hat. Aber auch nebenan beschweren sich Nachbarn über Fliegen und Gestank.

Wolfhagen. Dietmar Feldhaus kann es nicht fassen: Auf der Wiese direkt vor seinem Haus in Wolfhagen hat ein Landwirt zwei große Ladungen Mist abgeladen.

„Wir haben hier Hunderte von Fliegen und können durch den furchtbaren Gestank nicht mehr auf unserer Terrasse sitzen“, schimpft der Rentner, der an der Herderstraße wohnt.

Auch Nachbarin Sonja Schimke ist sauer: „Das ist eine Zumutung. Ich kann kein Fenster mehr öffnen.“ Sie habe damit gerechnet, dass der Bauer den Mist schnell unterpflüge. Aber nichts passiere, der Misthaufen stinke und dampfe seit fast zwei Wochen.

Das Wolfhager Ordnungsamt ist bereits über den Fall am Ortsrand von Wolfhagen informiert. Man könne jedoch nicht einschreiten, da es sich um eine landwirtschaftliche Fläche handele, auf der das Abladen von Mist zulässig sei, informiert Sprecherin Waltraud Heldt. Anders verhalte es sich bei Gülle oder Klärschlamm.

Dies bestätigt auch Kreissprecher Harald Kühlborn. Nach den Richtlinien des Hessischen Umweltministeriums dürfe der Landwirt den Mist bis zu sechs Monaten auf seinem Feld lagern. Erst wenn er gegen diese Regel verstoße, gefährde er Subventionen.

Um Konflikte zu vermeiden, sollte Mist mit etwas Entfernung zur Bebauung abgeladen werden, sagt Stefanie Wittich vom Kreisbauernverband. Allerdings dürfe der Landwirt den Mist lagern, solange es keine Beeinträchtigungen für Boden, Grundwasser, Tier- oder Pflanzenwelt gebe.

Verbot auf Stillegungen

Der Mist dürfe auf Feldern außerhalb landwirtschaftlicher Höfe gelagert werden, solange es sich nicht um stillgelegte Flächen handele, erklärt die Sprecherin.

Der Landwirt, der den Mist auf der Wiese abgeladen hat, war bis Redaktionsschluss telefonisch nicht erreichbar.

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