Künstler kommen aus Wernigerode

Neues Glas fürs Gotteshaus: Zwei Entwürfe für Rosette vorgestellt

Zwei Favoriten: Ursula Muth, Vorsitzende des Kirchenvorstands, erläutert die Entwürfe der Künstler Günter Grohs und Evelyn Körber zur Neugestaltung der Rosette an der Stadtkirche.

Wolfhagen. Zwei Favoriten gibt es bei den Entwürfen für die Neugestaltung der Rosette am Nordportal der Wolfhager Stadtkirche. Beide wurden jetzt in der Kirche vorgestellt.

Der eine Entwurf ist von Günter Grohs, ein bekannter Künstler für Glasgestaltung. Seine Idee ist es, nicht nur die Rosette als Form zu berücksichtigen, sondern auch Motiv und Farbe in Beziehung zu einer eventuellen Neugestaltung der anderen Kirchenfenster zu setzen.

Evelyn Körper ist eine junge Künstlerin der Malerei und Grafik. In ihrem Entwurf löst sie die Rosette durch einen Strahl auf. Sie möchte weg vom Zentrum und rein in die Symmetrie. Beide Künstler kommen aus Wernigerode und haben ihre Bereitschaft zur persönlichen Vorstellung ihrer Ideen in der Kirchengemeinde bekundet.

Nach den Informationen über die Entwürfe gab es viele Anregungen, Zustimmungen und Kritik vonseiten der zahlreichen Kirchenbesucher, unter denen auch einige ausländische Bürger waren.

Angeregter Austausch: Zur Neugestaltung der Rosette an der Stadtkirche Wolfhagen sagten Kirchenbesucher am Sonntag ihre Meinung zu den Vorschlägen der Künstler Günter Grohs und Evelyn Körber.

So wurde die Ansicht geäußert, dass bei einer Neugestaltung die Form der Rosette zu erkennen sein sollte. Ebenfalls sollten die Elemente der anderen Fenster im Kirchenraum mit einbezogen werden. Ein weiteres Gemeindemitglied war der Meinung, dass das Ewige Licht in dem Kirchenfenster auftauchen sollte, da dieses Fenster als einziges die Sprengungen in der damaligen Munitionsfabrik in Wolfhagen unbeschädigt überstanden habe. Bei der Frage der Farbgestaltung kam der Vorschlag, alle Farben in der Rosette zu verwenden, um damit die Vielfältigkeit der Menschen zu symbolisieren. Die finanzielle Seite wurde ebenfalls angesprochen. Günter Grohs’ Entwurf ist mit 50 000 Euro die teure Variante.

Ein Konfirmand wies auf die ästhetische Funktion von Kirchenfenstern hin, denn man gehe nicht nur in die Kirche, um zu hören, sondern auch um zu sehen.

Ursula Muth, Vorsitzende des Kirchenvorstands, bedankte sich bei allen Anwesenden über die vielen Ideen und die konstruktive Kritik. Sie sagte, dass es dem Kirchenvorstand wichtig sei, die Meinungen der Kirchenbesucher zu der Neugestaltung der Rosette zu erfahren. Eigene Entwürfe von Gemeindemitgliedern seien ebenfalls sehr willkommen.

In der Gemeindeversammlung Mitte Januar wird über das Projekt informiert und danach eine Arbeitsgruppe gebildet, zu der alle Interessierten eingeladen sind.

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