Spaziergänger sind sauer: Zu viel Müll in der Natur rund um Wolfhagen

Radweg bei Gasterfeld: Müll ist auch für Tiere gefährlich.

Wolfhagen. Flaschen, Zigarettenschachteln, Tüten und Pizzakartons - achtlos weggeworfener Müll ärgert Spaziergänger rund um Wolfhagen. Verstärkte Kontrollen der Gemarkung durch das Ordnungsamt sind aus personellen Gründen nicht möglich.

Fast jedes Mal, wenn Neele Hagen mit ihrem Hund Piet oder ihren Pferden unterwegs ist, ärgert sich die 22-Jährige. Der Grund: Auf den Wegen und Wiesen rund um Wolfhagen findet sie immer wieder große Ansammlungen von Müll. „Ich mache mir die ganze Zeit Sorgen, dass mein Hund den Müll frisst.“

Die Hinterlassenschaften zeugen häufig von längeren Aufenthalten der Verursacher. Chipstüten, Weinflaschen, Zigarettenschachteln oder Pizzakartons finden sich besonders um Bänke oder Stellplätze für Autos herum. „Die Leute sitzen an den schönsten Plätzen und lassen einfach ihren Müll liegen“, ärgert sich Neele Hagen.

Ärgert sich über den vielen Müll in der Natur rund um Wolfhagen: Neele Hagen macht sich Sorgen, dass ihr Hund etwas Schädliches fressen könnte. Foto:  Brück

Ihre Mutter habe auch schon Einwegspritzen im Gras gefunden. Nicht weit von ihrem Elternhaus hat jemand sogar Autoreifen mitsamt Felge einfach in den Graben geworfen. An einer anderen Stelle weht eine Unterhose im Wind. „An wen soll man sich denn wenden, wenn man so etwas findet?“, fragt Neele Hagen.

Die Antwort gibt Helmut Rupp vom Ordnungsamt Wolfhagen: „Wenn uns so etwas gemeldet wird, fährt der Außendienst raus und kümmert sich um die Entsorgung.“ Falls der Verursacher ermittelt werden könne, gebe es dann neben einer Anzeige auch die Rechnung für den Einsatz.

Am Sandweg: Selbst Autoreifen finden sich hier im Graben.

Laut Rupp ist das Ordnungsamt auf die Hinweise von Bürgern angewiesen, da regelmäßige Kontrollen der Umgebung personell nicht machbar sind. „Wir bekommen auch regelmäßig Anrufe“, sagt Rupp. Eine Zunahme der Vermüllung rund um die Stadt sieht er aber nicht.

Einfach mehr Mülleimer aufzustellen, sei nicht leicht umsetzbar. Für jeden Ort müsse einzeln geprüft werden, ob ein Mülleimer nötig sei, da die Leerung auch Personal binde.

Neele Hagen bleibt daher nur, immer wieder bei der Stadt anzurufen - und darauf zu hoffen, dass ihre Mitmenschen keinen Müll mehr liegen lassen.

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