Diebstahl-Quote zu hoch

Im Wolfhager Herkules-Markt: Taschen und Rucksäcke verboten

Im Eingangsbereich des Marktes: Dass Taschen und Rucksäcke im Markt verboten sind, steht auf dem Hinweisschild in mehreren Sprachen. Foto:  Renner

Wolfhagen. Wer den Herkules-Markt an der Wolfhager Kurfürstenstraße betritt, blickt gleich am Eingang auf ein Verbotsschild. Taschen und Rucksäcke dürfen nicht mit zum Einkaufen genommen werden.

Das steht dort in acht Sprachen. Der Grund: Die Diebstahlquote ist gestiegen, sagt Hans-Richard Schneeweiß, Geschäftsführer von Edeka Hessenring (Melsungen).

„Wir wollen damit nicht unsere Kunden ärgern oder strapazieren“, sagt Hans-Richard Schneeweiß. „Aber es gab Vorkommnisse.“ Die Diebstahlquote sei hoch, so der Geschäftsführer. Zahlen wolle er aber nicht nennen. Aber: „Einen Flüchtlingshintergrund hat das nicht.“

Wer trotz des Verbots Tasche oder Rucksack mit zum Einkaufen in den Markt nimmt, bekomme kein Hausverbot, versichert Schneeweiß. Um der hohen Zahl der Diebstähle Einhalt zu gebieten, gebe es auch Hausdetektive, die entweder gelegentlich, teils auch ständig in den Märkten unterwegs seien.

Das Schild mit dem Hinweis, dass Taschen und Rucksäcke nicht mit zum Einkaufen genommen werden dürfen, gebe es auch in anderen Märkten von Edeka Hessenring. Mit dem Standort in Wolfhagen habe die Entscheidung nichts zu tun, sagt der Geschäftsführer.

Bei tegut, die ebenfalls mit einer Filiale in Wolfhagen vertreten sind, gibt es „von der Unternehmensseite aus keine Anweisung für ein solches Vorgehen“, sagt ein Unternehmenssprecher auf HNA-Anfrage. Gleiches gilt für den Discounter Aldi: „Unsere Kunden können nach wie vor Ihre Taschen oder Rucksäcke während des Einkaufs mit sich führen“, sagt eine Sprecherin des Unternehmens.

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