Autos sollen aus feuerschutztechnischen Gründen umgeparkt werden

Flüchtlinge ziehen ins alte Hallenbad in Zierenberg - Parkplatz-Gerücht sorgt für Aufregung

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Heimat auf Zeit: Ins ehemalige Hallenbad ziehen Flüchtlinge ein. Vor dem Gebäude sollen keine Autos parken, damit der Brandschutz gewährleistet ist.

Zierenberg. Nach langem Vorlauf ziehen 18 Flüchtlinge in das ehemalige Hallenbad in Zierenberg ein. Wegen eines Gerüchts gab es Aufregung im Parlament.

Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn (SPD) verkündete die Nachricht vom Einzug der Flüchtlinge in der Stadtverordnetensitzung am Montagabend. Ein Mitglied der CDU sagte anschließend,er habe gehört, dass Zierenberger Bürger ihre vor der Gemeinschaftseinrichtung geparkten Autos jetzt entfernen sollten, da die Flüchtlinge diese beschädigen könnten.

„Das sind dumme Reden und ein falsches Signal an die Öffentlichkeit“, regte sich SPD-Parlamentsmitglied Rüdiger Umbach auf. In der Sitzung war auch die Rede von einem Wachdienst, der in dem Gebäude an der Dörnbergstraße 35 a für Ordnung sorgen solle.

Kreissprecher Harald Kühlborn löste die Irritationen am Montag auf Nachfrage der HNA auf. In der Tat bitte der Kreis die Bürger, ihre Autos nicht vor der Gemeinschaftsunterkunft zu parken. Dies habe aber alleine feuerschutztechnische Gründe und sei eine Auflage der Feuerwehr. Zwar werde in der Anfangszeit ein Wachdienst-Mitarbeiter ab und zu in Zierenberg vorbeischauen, einen Dauerdienst wolle man jedoch nicht einrichten. „Das gibt es erst in Gemeinschaftseinrichtungen, in denen mehr als 100 Flüchtlinge wohnen“, erklärte Kühlborn. In dem alten Hallenbad sollen nicht mehr als 50 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Belegung beginne am heutigen Mittwoch. Danach würden dann jede Woche zehn bis zwölf Asylbewerber einziehen.

Erwartet werden die neuen Bewohner im Hallenbad von einem Unterstützerkreis, der sich schon vor einer längeren Zeit gegründet hat. Nach der Entscheidung für das Hallenbad mussten einige Umbauten erledigt werden, die jetzt abgeschlossen sind. Dieter Baumann, ehrenamtlicher Flüchtlingskoordinator, nannte das Gerücht um die Autos „Panikmache“. Von den 18 Flüchtlingen seien neun Kinder. Im Unterstützerkreis mache man sich eher Gedanken darüber, wie man so viele Kinder bestmöglich in Schule und Kindergarten integriere.

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