Eines der Opfer war bekannter Tätowierer

"Komm zu mir zurück": Große Anteilnahme nach tödlichem Unfall in Oelshausen

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Unfallstelle: An der Bundesstraße 251 bei Oelshausen liegen Blumen und Kerzen im Gedenken an die Verstorbenen.

Oelshausen. Riesige Anteilnahme nach dem tödlichen Verkehrsunfall bei Oelshausen: Vor allem in sozialen Netzwerken wird der Unfallopfer aus Bad Arolsen und Schauenburg gedacht. 

An der Unfallstelle, der Bundesstraße 251 zwischen Oelshausen und der Autobahnauffahrt, erinnern Kerzen, Blumen und Fotos an das Unglück und die beiden Opfer Alex H. aus Bad Arolsen und Mareike L. aus Schauenburg.

Die Unfallstelle: Hier erinnern Kerzen, Blumen und Fotos an das Unglück und die beiden Opfer Alex H. aus Bad Arolsen und Mareike L. aus Schauenburg.

Auch Sabrina L., die Lebensgefährtin des verunglückten 39-Jährigen, die bei dem Unfall am Freitagabend schwer verletzt wurde, äußerte sich auf Facebook. Sie bedankte sich in einem bewegenden Post für die Anteilnahme, die zeige, „wie ihr hinter Alex steht“ und „dass er der wundervollste Mensch“ war. Die 30-Jährige schildert eine Unterhaltung der beiden: „Vor kurzem sagte er zu mir: Ich würde mein Leben für dich geben! Ich fiel in seine Arme und sagte: Du allein bist mein Leben“. Hunderte Facebook-Nutzer kondolierten der Frau auf ihrer Seite, deren Titelbild den Schriftzug „Komm zu mir zurück“ zeigt.

Am Sonntag gab es eine Gedenkminute für Alex H. an dessen Tattoostudio in Bad Arolsen. Rund 150 Menschen sollen daran teilgenommen haben, viele legten Karten, Blumen und Kerzen nieder. Auch eine eigene „Rest in Peace“-Seite gibt es mittlerweile bei Facebook, die bis Montagabend bereits mehr als 2000 „Gefällt mir“-Angaben hat.

Große Anteilnahme nach tödlichem Unfall bei Oelshausen

Gedacht wird im Internet auch an das zweite Unfallopfer, Mareike L., eine 23-jährige Werbegrafikerin. Ihr Freund Niclas B. bedankt sich ebenfalls für die Anteilnahme und er dankt auch den Helfern am Unfallort. „Es war ein Unfall, Schicksal, höhere Gewalt“, schreibt er. Mareike sei „extrem lebensfreudig“ gewesen und „fantastisch“. Zahlreiche Kerzen, Fotos und schwarze Schleifen mit den Namen der beiden jungen Opfer kursieren derzeit bei Facebook, werden hundertfach geteilt. Ein schwerer Einsatz war es auch für die Helfer, die an der Unfallstelle waren. „Man muss eine harte Schale in diesem Beruf haben, aber sowas nimmt einen mit“, sagt Polizeisprecher Matthias Mänz aus Kassel. Es gebe intern geschulte Ansprechpartner, mit denen die Polizisten sprechen könnten. Auch an den Zentralen Polizeipsychologischen Dienst in Wiesbaden könnten sie sich wenden.

Die Unfallursache ist bislang noch unklar.

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