Täter brachen in Wolfhagen, Zierenberg, Fritzlar, Volkmarsen, Hofgeismar und Bad Arolsen ein

Spur der Verwüstung: Elf Schulen in der Region waren Ziel von Einbrecher-Bande

Können es noch immer nicht fassen, dass der Schultresor aufgebrochen wurde: Die Schulsekretärinnen Jutta Nagel und Dagmar Külmer von der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg. Foto:  Hoffmann
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Können es noch immer nicht fassen, dass der Schultresor aufgebrochen wurde: Die Schulsekretärinnen Jutta Nagel und Dagmar Külmer von der Elisabeth-Selbert-Schule in Zierenberg.

Kreis Kassel/Schwalm-Eder. Eine Bande organisierter Krimineller hat sich offenbar auf Einbrüche in Schulen spezialisiert. Seit Anfang Januar richteten Täter nach Polizeiangaben in bisher elf Schulen in der Region eine Spur der Verwüstung an.

Zuletzt wurde in der Nacht zum Mittwoch der Schultresor in der Zierenberger Elisabeth-Selbert-Schule leergeräumt.

Allein am vergangenen Wochenende waren sechs Schulen betroffen: In der Nacht zum Samstag brachen sie in die Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule ein, in der darauf folgenden Nacht in die Berufsschule und die Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen und in der Nacht zum Dienstag waren die Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule, die König-Heinrich-Schule und die Ursulinenschule in Fritzlar Ziel der unbekannten Täter. In den zwei Wochen vorher wurde in die Kugelsburgschule in Volkmarsen, die Schlossbergschule in Rhoden, die Brüder-Grimm-Schule in Hofgeismar und die Anne-Frank-Schule in Fritzlar eingebrochen.

Die Vorgehensweise ist bei allen Einbrüchen identisch: Sie richten hohen Schaden an, lassen Wertgegenstände unberührt und sind fast ausschließlich an Bargeld interessiert. Leergeräumt wurden in den meisten Fällen die Schultresore. Dies führt dazu, dass der durch den jeweiligen Einbruch angerichtete Sachschaden den Stehlschaden bei weitem übersteigt. Extremstes Beispiel ist die Filchner-Schule. Hier wird der Schaden inzwischen mit 100.000 Euro beziffert. Laut Schulleiter Ludger Brinkmann haben die Täter knapp 1500 Euro erbeutet. Einen Teil des Geldes hoben sie noch in der Nacht mit der gestohlenen Bankkarte der Schule ab.

Angesichts der Einbruchserie ist die Videoüberwachung von Schulen wieder ins Gespräch gekommen. „Wenn Schulen das möchten, prüfen wir diese Möglichkeit“, sagt Harald Kühlborn, Sprecher beim Landkreis Kassel. Rechtlich habe man dies schon abgeklärt.

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