Kulturforum bot gute Unterhaltung

„The Beatles Connection“ und Achim Amme waren zu Gast in Zierenberg

Spielten in stilechten Outfits: Die Band „The Beatles Connection“ spielte in der Aula der Elisabeth-Selbert-Schule. Fotos:  zhf

Zierenberg. John Lennon kam mit einer musikalischen und komödiantischen Begabung auf die Welt, die ihn weit von seinen Wurzeln forttragen sollten - zu verlockend war der Glamour jenseits des Atlantiks.

Es gelang ihm das seltene Kunststück, als Brite den Amerikanern die eigene Musik nahe zu bringen und dabei so überzeugend wie ein einheimischer Künstler, wenn nicht sogar besser zu spielen. Mit seiner Truppe war er über Jahre in Amerika unterwegs. Mit grellen Anzügen, lustigen Frisuren und einem fröhlichen Grinsen, das ansteckend wirkte. Was nach dem Kopf der legendären Pilzköpfe klingt, ist in Wahrheit dessen Großvater gleichen Namens, John Lennon, besser bekannt als Jack Lennon. Von Dublin über den großen Teich ausgewandert, brachte die Musik diesem John Lennon, anders als seinem Enkel, allerdings keinen weltweiten Ruhm ein. Dennoch sind bei ihm die Wurzeln für die spätere Bilderbuchkarriere seines Nachkommens zu finden, und genau deshalb begann Schauspieler Achim Amme am Samstagabend auch hier seinen Blick auf die Kindheit und Jugend des britischen Vorzeigemusikers sowie die Entstehung einer der erfolgreichsten Bands aller Zeiten: der Beatles.

„Versammelt euch mit mir im Namen von John Lennon und hört, was er zu singen und zu sagen hat“, rief er in der Aula der Elisabeth-Selbert-Schule seinem gespannt lauschenden Publikum zu, das er von der Tribute-Band „Beatles Connection“ und dem Titel „Come Together“ in die Welt der legendären FabFour entführen ließ.

Die vier Musiker lieferten den Soundtrack zu Ammes eindrucksvoller Lesung, die sich an Philip Normans Lennon-Biographie orientierte und seltene Einblicke in das Leben des Sängers und Komponisten lieferte, der am 8. Dezember 1980 von einem geistig verwirrten Mann erschossen wurde. Das Zierenberger Kulturforum hat mit dem Gastspiel nicht nur den Schritt raus aus den gewohnten Spielstätten Rathaus und Stadtkirche gewagt, sondern auch rein in ein massentaugliches Genre fernab jeder Nische, ohne dabei an Niveau und Anspruch einzubüßen.

Amme und die „Beatles Connection“ überzeugten dabei mit einem sorgsam gewählten Mix aus Text und Musik, der selbst jüngeren Semestern Spaß machte, die John Lennon, Paul McCartney, Ringo Star und George Harrison nur noch aus den Geschichtsbüchern kennen.

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