Demenz: Der Alltag mit und die drei Phasen der Demenz von Senioren und älteren Menschen

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    • 08.03.11
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Demenz Teil 3: Die drei Phasen der Demenz

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Für viele Menschen ist die Diagnose Demenz bei allem Erschrecken auch mit der Erleichterung verbunden, dass die Gefühle von Unsicherheit und Angst nun einen Namen haben.

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Das Annehmen der Krankheit und die Verarbeitung fällt leichter, wenn die Umgebung – zu allererst natürlich die Angehörigen –der/dem Erkrankten mit Offenheit begegnen und man sich gemeinsam darauf einlassen kann. Für Angehörige wie Erkrankte gilt, dass die Information über die Krankheit und ihre möglichen Auswirkungen die Grundlage bilden, um den Alltag mit einem Höchstmaß an Selbstbestimmung und Vertrauen zu gestalten. Dabei können die individuellen Vorlieben und guten Erinnerungen aus der Vergangenheit eine Richtschnur sein.

Jede Demenz zeigt sich anders

Immer wieder sollte man sich klar machen, dass jede Erkrankung unterschiedlich verläuft und viele individuelle Ausprägungen haben kann. Auswirkungen, die oft als typisch geschildert werden, wie etwa Aggression oder Resignation, können durch Einfühlungsvermögen, Anregung und – was am wichtigsten scheint: Humor – gemildert, wenn nicht vermieden werden.

1. Phase Demenzverlauf: in Gespräche einbeziehen

Die Demenz wird in drei Phasen unterteilt. In der ersten Phase ist die Notwendigkeit der körperlichen Hilfe noch gering, umso größer ist aber oft der Wunsch nach Trost und Ermutigung.

Hier spüren die Erkrankten noch sehr deutlich, wie sich ihnen der Alltag entzieht. Besonders empfindsam und gekränkt reagieren sie, wenn wohlmeinende Familienmitglieder für sie Entscheidungen treffen und sie in ihre Gespräche und ihre Tätigkeiten nicht einbeziehen.

Oft fühlen sie sich allein schon durch die Geschwindigkeit oder Undeutlichkeit eines Gesprächs ausgeschlossen. Kritik an Versäumnissen der Erkrankten oder gar „Erziehungsversuche” sind nicht nur vergeblich, sondern verstärken auch die Verzweiflung der Erkrankten, die sich ihrer eigenen Unfähigkeit durchaus bewusst sind, wenn sie dies auch aus Selbstschutz zu verleugnen suchen.

2. Phase Demenzverlauf: körperliche Nähe wichtig

In der zweiten Phase, wenn die Krankheit fortschreitet, wächst die Abhängigkeit von einer unmittelbar verfügbaren Person und deren körperlicher Nähe.

Die Suche nach Geborgenheit und einem verlässlichen Umfeld wird zum zentralen Motiv allen Handelns. Sehr unmittelbar überträgt sich die Stimmung der Betreuungspersonen auf die Erkrankten.

Fühlen sich die Angehörigen erschöpft und genervt, werden auch die Erkrankten schnell von diesen Gefühlen erfasst. Niemand kann 24 Stunden lang Geduld und Fröhlichkeit verbreiten – schon gar nicht, wenn er eine auch körperlich belastende Pflege zu leisten hat.

Umso wichtiger ist es, dass sich die Angehörigen wie die Erkrankten eine Auszeit gönnen und Hilfe von außen annehmen.

3. Phase Demenzverlauf: erkennen über Geruch und Stimme

In der dritten Phase sind die Erkrankten kaum noch über den Sinn der Worte zu erreichen, umso mehr jedoch über deren Klang. Musik, Berührung, Gerüche und das Gefühl, nicht allein zu sein, vermitteln noch mehr als bisher Sicherheit und Vertrauen.

Auch wenn Nahestehende nicht mehr erkannt werden, sind ihre vertrauten Stimmen und Bewegungen doch Anker im Meer des Vergessens. Viele Angehörige empfinden noch einmal eine große Nähe zu den Erkrankten und trauen sich, Gefühle auszudrücken, die sie früher nicht zeigen konnten. (nh)

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