Kassel. Ulrich Fischer möchte schon gern in der Zukunft den Halbmarathon unter zwei Stunden laufen. Das allein ist allerdings nicht der Grund, warum der Geschäftsführer von Eon Mitte Vertrieb GmbH den Kasseler Marathon auch nach Ablauf des aktuellen Vertrages im Jahr 2012 unterstützen möchte.
„Der Marathon ist für uns zu einem Symbol geworden. Damit dokumentieren wir nach außen unsere Regionalität“, sagt Fischer. Zusammen mit seinem Geschäftsführer-Kollegen Udo Rodenberg will das Führungsduo auch in den nächsten Monaten Werbung im Konzern machen für die Fortführung des Sponsorenvertrages. „Eigentlich wollen wir einen Dreijahresvertrag. Wir werden alles daran setzen, dass in den nächsten Monaten in die Tat umzusetzen“, sagte Fischer weiter.
Gut passen würde ein weiteres Engagement des Titelsponsors verständlicherweise Veranstaltungschef Winfried Aufenanger, der gestern bei den Aufräumarbeiten Abschied vom Kasseler Messegelände nahm, da der sechste Eon Mitte Kassel Marathon am 20. Mai im Kasseler Auestadion endet.„Wir müssen jetzt bereits beginnen, für 2012 eine neue Struktur aufzubauen. Dabei sind wir mit unserem Budget von 400 000 Euro weiterhin auf Unterstützung angewiesen.“ Der 64-Jährige, der am Sonntag nach 5:50 Stunden den letzten Marathonläufer im Ziel an den Messehallen persönlich in Empfang genommen hatte, setzt dabei weiter auf das Konzept einer Breitensportveranstaltung: „Wir verstehen uns auch als Integrationsprojekt.“ Die Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen solle intensiviert werden, ein Bambini-Lauf könnte im Auestadion im Rahmen des sechsten Marathons erstmals stattfinden, das Feld der Handbiker soll größer werden, und auch Meisterschaften für Berufsgruppen kann Aufenanger sich vorstellen.
Den Weggang aus den Messehallen sieht der Veranstalter mit einem weinenden Auge, aber auch als Möglichkeit der Weiterentwicklung: „Ohne die Messe hätte es keinen Marathon gegeben, jetzt müssen wir alle Mosaiksteinchen wieder neu zusammenfügen.“
Die Trennung vom Veranstaltungsort Messe sei durchaus harmonisch verlaufen, was der Geschäftsführer der Messe GmbH, Ralf Umbach, bestätigte. „Wir haben für die Monate Mai und Juni zu viele andere Anfragen und können dem Marathon keinen Termin zusichern“, sagte Umbach, der davon ausgeht, dass der Wechsel ins Auestadion noch mehr Sportler anziehen wird.
Bevor es so weit ist, hat Aufenanger seine zahlreichen Helfer für diesen Freitag erst einmal zu einer Party im PSV-Bootshaus am Auedamm eingeladen. Danach wird er weiter nachdenken über den Herkules-Berglauf am 24. September und über den sechsten Eon Mitte Kassel Marathon: „Gestartet wird voraussichtlich auf der Damaschkestraße, und der Zieleinlauf erfolgt über die Menzelstraße ins Auestadion. Das alles ist eine neue Herausforderung für uns, aber wir werden sie annehmen.“
Von Martin Scholz



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