Kassel. Streckenrekorde sind immer besonders schön. Einer, der das weiß, ist Winfried Aufenanger. Der Organisator des fünften Eon Mitte Kassel Marathons wollte allerdings am Freitag besonders gern über einen anderen Rekord sprechen: den Teilnehmerrekord.
„10.000 werden laufen“, gab sich Aufenanger bei der abschließenden Pressekonferenz vor dem ersten Startschuss am Samstag optimistisch.
„Wir hatten in den letzten Tagen so viele Anfragen wegen der Nachmeldungen auf der Marathonmesse, dass wir mit ziemlicher Sicherheit ein fünfstelliges Teilnehmerfeld haben werden“, ist sich Aufenanger sicher.
Ebenfalls zufrieden über die ansteigende Entwicklung zeigten sich die drei Vertreter des Titelsponsors Eon Mitte Vertrieb GmbH, Udo Rodenberg, Georg von Meibom und Ulrich Fischer. „Die Nachwuchsförderung liegt uns besonders am Herzen“, sagte Rodenberg und bezog sich damit in erster Linie auf 3200 Teilnehmer beim Mini-Marathon, bei dem der Energiekonzern das Startgeld für 1500 Kinder übernommen hat. Aber der Konzern wolle auch das Thema Fitness in den eigenen Konzern hineintragen und den Eon Cup entwickeln, bei dem Mitarbeiter aus verschiedenen Standorten gegeneinander antreten, sagte von Meibom.
Weitere Unterstützung für den Kasseler Marathon signalisierte auch Dr. Andrea Fröhlich, die Leiterin des Kasseler Sportamtes: „Die Vertreter der Stadt Kassel sehen den Marathon als einen der Höhepunkte des Jahres.“ Der Lauf sei ein Aushängeschild und von hohem touristischen Wert, sagte Fröhlich.
Trotz dieser Zufriedenheit sah Aufenanger aber auch noch Entwicklungspotenzial: „Beim klassischen Marathon werden wir die 1000er-Marke leider nicht schaffen.“ Dennoch sei der Lauf über die 42,195-Kilometer-Distanz natürlich immer noch die Kernveranstaltung, auf der schon wegen der afrikanischen Top-Athleten ein Hauptaugenmerk liegen müsse.
„Rekorde sind aber nicht alles“, sagte Aufenanger, der trotz der Bedeutung der Veranstaltung für die Hobbyläufer auf eine Steigerung der Rekordzeit von 2:12:54 Stunden durch den Titelverteidiger hofft (siehe auch Bildkasten oben). Spätestens dann gäbe es einen weiteren Grund, zufrieden zu sein.
Von Martin Scholz



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