Kassel. Unzählige Mitarbeiter der Bauhöfe und Straßenmeistereien in Kassel haben im zurückliegenden Monat kräftig angepackt, damit am Sonntag zum Eon-Mitte Kassel-Marathon alles glattläuft. Sie haben auf Kassels Straßen Schlaglöcher gestopft und mögliche Stolperfallen entfernt.
Der zurückliegende harte Winter hatte auch die Straßen auf der 42 Kilometer langen Marathonstrecke stark in Mitleidenschaft gezogen.
„Die Frostschäden mussten natürlich ausgebessert werden“, sagt Christian Petruch von der städtischen Straßenverkehrs- und Tiefbaubehörde. „Wir können ja keinen Inlineskater und auch keinen Läufer oder Walker einladen, am Lauf teilzunehmen, wenn die Straßenbeläge nicht in einem guten Zustand sind.“
Im Vorfeld waren die Veranstalter des Marathons die Strecke abgegangen und hatten festgestellt, „dass einige Abschnitte für einzelne Veranstaltungen nicht in einem optimalen Zustand waren“. In ihrer mit Fotos dokumentierten Mängelliste monierten sie konkret 18 Problempunkte auf der gesamten Laufstrecke.
Nicht nur Schlaglöcher, auch andere Defizite der Fahrbahnoberfläche wie Absenkungen oder Asphaltausbrüche haben die Fachleute vom Bau inzwischen behoben. 25 Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sowie 11 Mitarbeiter einer Fremdfirma waren und sind für den Marathon im Einsatz. Sie stellen zurzeit zudem 4000 Schilder und Absperreinrichtungen im Stadtgebiet auf, insgesamt 120 Tonnen Absperrmaterial.
Zurzeit werde die gesamte Strecke noch einmal abgelaufen und kontrolliert, sagt Uwe Bischoff vom Straßenverkehrsamt: „Es sieht alles gut aus.“
Der Unterschied zum Marathon vor einem Jahr: „In diesem Jahr mussten wir eine doppelt so lange Strecke herrichten.“ Im vergangenen Jahr wurde die Halbmarathon-Strecke zweimal gelaufen.
Bischoff betont, dass durch die Sanierung des Straßenbelags keine zusätzlichen Kosten entstanden sind, sondern die nötigen Arbeiten lediglich vorgezogen wurden. Für ihn und alle Kollegen steht außer Frage: Unfallträchtige Stellen auf der Marathonstrecke müssen jetzt behoben werden.
Von Christina Hein



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