kassel. Trotz der kenianischen Siege auf den langen Distanzen war der Eon Mitte Kassel Marathon ein Langlauffest der Nordhessen. Ein halbes Dutzend Athleten brachten die Langlauf-Asse des PSV Grün-Weiß Kassel im Halbmarathon unter die ersten zwölf.
In 1:11:52 Stunden wiederholte Thomas Thyssen seinen Sieg von 2009 und war exakt eine Sekunde schneller als vor zwei Jahren (wir berichteten in unserer gestrigen Ausgabe).
Trotz Rücktrittsabsichten legte sich Jürgen Austin-Kerl noch einmal richtig ins Zeug und lief in 1:12:44 Stunden auf den zweiten Rang. Fünfter wurde Jörn Harland in 1:18:10 vor dem von der Saale kommenden Mountainbike-Sportler Michael Kutscher (Radunion Halle, 6. in 1:18:23), der seinen Wohnsitz in Kassel hat.
Im Halbmarathon der Frauen feierten die PSV-Athletinnen einen Doppelsieg. Erstmals gewann Silke Optekamp das Rennen über 21,1 Kilometer und lief in 1:19:32 Stunden bis auf 2:21 Minuten an ihre Jahresbestzeit von der DM in Griesheim heran. Dagegen verbesserte sich Katrin Arndt als Dritte gegenüber ihrem Auftritt in Südhessen um mehr als zwei Minuten auf 1:23:01 Stunden und machte sich selbst ein Geschenk zu ihrem 25. Geburtstag.
Vom gleichzeitig ausgetragenen MLP Uni-Cup beflügelt, steigerte sich Petra Freudenberger-Lötz (LG Kaufungen/Uni Kassel) um über sechs Minuten auf 1:30:48 Stunden und gewann mit mehr als elf Minuten Vorsprung vor Andrea Wenderoth (Melgershausen) die Wertung der W 45. Mit Helga von Bredow (SG Chattengau, 6./1:35:56) sowie mit Anne Greifelt (LG Eder (7./1:36:53) und Barbara Scharrer (LT Wolfhagen, 8./1:37:20) platzierten sich weitere Läuferinnen der Region sehr gut.
Marco Schwab (PSV) ist weiterhin die nordhessische Nummer eins über 42,195 Kilometer und blieb als Gesamt-12. in 2:29:57 noch unter 2:30 Stunden. Wie im Vorjahr überraschte Holger Aselmeyer (Fritzlar) als 14. und zweitbester Nordhesse in 2:52:33. Als 16. und 18. im Gesamt-Einlauf landeten Thomas Linder (LAG Wesertal, 2:52:33) und Jörg Deichmann (TSV Dörnberg, 2:56:50) einen Doppelsieg in der M 45.
Als Siebte in 3:35:30 lief Steffie Bublitz (LT Edertal) die schnellste Zeit der nordhessischen Starterinnen im Marathon. Zwei Minuten dahinter gewann Claudia Rudolff (Melsunger TG) beim Zielsprint in 3:37:38 Stunden das nordhessische Duell der W 45 gegen Silke Altmann (LC Rotenburg, 3:37:39) um eine Sekunde. Mit Conchita Welker (TSV Breuna, 3:44:00) und Dorothe Wolf (Wingas Team, 3:59:40) blieben zwei weitere unter vier Stunden. Dann gab es noch einen Sieg für die Sportfamilie Altmann aus Rotenburg. In 1:44:11 Stunden gewann Tochter Juliane (17) überlegen die Wertung im Halbmarathon der weiblichen Jugend A.
Von Lothar Schattner



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