Kassel. Das Zauberwort heißt „flach“. Wenn Winfried Aufenanger in diesen Tagen die neue Strecke des Kasseler Marathons abfährt, sind es allenfalls einige Baustellen, die dem Veranstaltungschef des vierten Eon Mitte Kassel Marathons noch Sorgen bereiten.
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„Wir wollten flacher werden“, sagt Aufenanger, bevor er vom Kasseler Einkaufszentrum dez zur Streckenbesichtigung startet. Insgesamt 90 Höhenmeter weniger weise die neue Ein-Runden-Strecke auf, meint Aufenanger. Der 63-Jährige will damit nicht nur dazu beitragen, am 16. Mai den Streckenrekord zu brechen, den der Kenianer Josef Biwott im vergangenen Jahr mit 2:13:10 Stunden aufgestellt hat. „Natürlich wollen wir wieder mehr Läufer auf die klassische Distanz locken“, sagt Aufenanger, bei dessen Veranstaltung zwar in der Vergangenheit die Teilnehmerzahlen im Mini-Marathon oder beim Halbmarathon stetig gestiegen, die auf der 42,195 Kilometer langen Strecke jedoch gesunken sind.
1000 Läufer auf der Marathonstrecke seien in diesem Jahr das Ziel, sagt Aufenanger. Und dafür wirbt das gesamte Veranstaltungsteam auch in diesem Jahr wieder kräftig. Zahlreiche Marathonmessen in ganz Deutschland aber auch die noch bis zum Wochenende im dez stattfindenden Gesundheitwochen bieten dafür Gelegenheit. Aufenanger sucht das direkte Gespräch – ehemalige und künftige Marathonläufer sind ihm dabei genauso willkommen wie Stadträtin Anne Janz, mit der er noch unmittelbar vor der Streckenbesichtigung ein paar Worte zum Thema wechselt. Das Thema? Natürlich der (Mini-) Marathon.
Wenig später ist Aufenanger dann wieder Stadtführer in Sachen Einrunden-Strecke: „Wir werden mit der neuen Strecke an fünf Hauptpunkten von der Halbmarathon-Strecke abweichen: In Waldau/Lohfelden, Bettenhausen, in Wolfsanger, in der Nordstadt rund um den Schlachthof und an der alten Hauptpost, wo das Feld zum Königstor und auf die Wilhelmshöher Allee hinunterläuft.“
Lediglich der recht steile Anstieg auf der Wolfhager Straße und vor allem an der Zentgrafenstraße bleiben den Läufern nicht erspart – sonst dürfte die Strecke schneller und attraktiver sein als in den Vorjahren. Mehr als 1000 Helfer werden bei der Startnummernausgabe, oder an den Verpflegungsstellen im Einsatz sein. Letztere gibt es in Kassel alle zweieinhalb Kilometer (vorgeschrieben sind Fünf-Kilometer-Intervalle), „und wir hoffen natürlich wieder auf die zahlreichen Fans am Straßenrand“, sagt Winfried Aufenanger, der mit seinem Team und der inzwischen beim Deutschen Leichtathletik-Verband zertifizierten Strecke bemüht war, so viele Stadtteile wie möglich mit einzubeziehen: „Die Wöhler-Siedlung in der Nordstadt war ja bisher vielen nur von der documenta her bekannt. Das könnte sich jetzt ändern.“
• Am 27. April läuft die Anmeldefrist für die Wettbewerbe des Eon Mitte Kassel Marathons ab. Danach sind Nachmeldungen nur noch vor Ort auf der Marathonmesse (Freitag, 14. Mai, ab 14 Uhr) möglich.
Von Martin Scholz



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