Es ist schon etwas Besonderes, so empfangen zu werden: Denn selten hält der Gast schon im Eingangsbereich inne, um sich staunend umzuschauen. Dass sich viel Aufwand für eine Flurrenovierung durchaus rentieren kann, hat ein Ehepaar aus Vellmar bewiesen.
Die meisten Ideen für Flur und Gäste-WC im vorderen Eingangsbereich des Hauses hatte die Hausherrin selbst. So wurde bis spät in die Nacht gezeichnet, Fotokartons als Muster für geplante Wandnischen wurden an die Wände gepinnt und noch um Mitternacht wurde die eigene Version, mit der Farbkonzeption des Malers verglichen.
Selbst der „Fliesenspiegel“ wurde von den Hausbesitzern nach eigenen Vorstellungen auf die alten, noch vorhandenen Fliesen gezeichnet, um so eine genaue Vorstellung zu erhalten, wie die Anordnung der großen Fliesen später einmal aussehen wird. Denn danach richtete sich auch die Montage der Sanitärobjekte im Gäste-WC, die ausgefallen schön sind und durch ihre asymmetrische Formen unbedingt harmonisch zu den großen Bodenfliesen passen sollten.
Auf der Suche nach einer neuen Tür fand das Ehepaar nicht nur diese, sondern auch gleich eine Innenarchitektin. „Bei Holz Jordan hat uns die Ausstellung sehr beeindruckt, daher haben wir nachgefragt, wer das gemacht hat. So haben wir Kerstin Reinke kennengelernt, die uns ab diesem Zeitpunkt bei allen Entscheidungen beratend zur Seite stand“, sagt die Hobbyeinrichterin.
Dass es ein heller Flur werden soll, stand von Anfang an fest: Die weißen Hochglanzfliesen waren genauso schnell ausgesucht wie die Glasschiebetür, die die Küche vom Flur trennt. Die satinierte Glastür zwischen Eingangsbereich und Flur, sowie die klare Glastür zwischen Flur und Wohnzimmer konnten erhalten bleiben und fügen sich perfekt in das neue Flurkonzept ein. „Wir wollten mit dem Konzept die höchstmögliche Transparenz für den Raum erreichen. Dazu war es nötig, so wenig Materialien wie möglich zu nutzen“, sagt Kerstin Reinke.
Das beweist insbesondere die Treppe eindrucksvoll: Das Zusammenspiel von elegantem Edelstahlgeländer und den nur durch jeweils zwei Bolzen in der Wand befestigten hellgrau lackierten Massivholztreppenstufen gibt dem Raum jene Freiheit, die sich das Ehepaar so gewünscht hat. „Das Material für die Treppe musste verwendet werden, um die Statik zu sichern“, erklärt die Innenarchitektin. Ihr und der Tischlerei Mennickheim in Vellmar verdankt das Ehepaar auch den modernen Wandschrank, mit seiner roten Rückwand und den Einlegeböden aus Glas.
Passende Lampen und eine schlichte Edelstahldekoration runden das Konzept ab. So harmonisch, wie sich der Flur zeigt, war auch die Arbeit zwischen Handwerkern, Innenarchitektin und Bauherren. „Ich habe nach Absprache mit den beteiligten Handwerksfirmen einen genauen Zeitplan erstellt, wann wer was zu tun hat. Das hat perfekt geklappt. Die Handwerker haben sich untereinander abgestimmt, waren immer pünktlich und haben tolle Arbeit geleistet“, berichtet die 48-jährige Hausbesitzerin glücklich.
Eva-Maria Biedenbach



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