Denn dass im Norden Kassels eine Verbindung von der A7 nach Calden gebaut wird, hält Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) für „alles andere als wahrscheinlich“. Der HNA sagte Rentsch, eine von seinem Amtsvorgänger Dieter Posch in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie habe gezeigt, dass der Bau der Nordspange problematisch sei.
Die Studie liegt allerdings im Ministerium unter Verschluss, sie ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Veröffentlichung erster Ideen für diese Straße hatte vor einigen Jahren bereits zu Protesten in den Stadtteilen und Kommunen im Norden Kassels geführt.
Kassels FDP für Nordspange
Im Gegensatz zu Rentsch fordert der Kreisvorsitzende der Kasseler FDP und Bundestagskandidat Matthias Nölke die Nordtangente: „Im Idealfall würde eine solche Trasse ab Sandershäuser Berg oder weiter in Richtung Niedersachsen von der A7 nördlich an Kassel vorbei über Calden zur A44 führen“, sagt Nölke. Um Wohngebiete nicht zu belasten, könnten sogenannte Einhausungen gebaut werden. Durch die Nordtangente werde auch die Innenstadt Kassels entlastet.
Florian RentschBei der Ortsumgehung Calden ist der Verkehrsminister schon weiter als bei der Autobahnanbindung: Falls keine Einsprüche gegen den geplanten Bau eingehen, könnten die Arbeiten 2013 beginnen. Die Bauzeit betrage drei Jahre. Für eine mögliche Anbindung an die A44 bei Breuna gebe es noch keinen Zeitrahmen. Es sei aber klar, dass der Flughafen „ordentlich angebunden“ werden müsse. Man werde die Verkehrsströme nach der Eröffnung analysieren.
Das Land als größter Anteilseigner der Flughafen GmbH sei weiter daran interessiert, Partner für den Betrieb von Kassel-Calden zu finden. Posch hatte den Einstieg der chinesischen Fluglinie Hainan in Aussicht gestellt. Die Gespräche liefen noch, sagte Rentsch. Man sei auch mit chinesischen Fonds in Kontakt. Mit einem Ergebnis ist aber so bald nicht zu rechnen: Die Luftverkehrsbranche leidet unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten. (hai)




































































