Flughafen Kassel-Calden: Chefin Maria Anna Muller muss gehen

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    • 15.03.14
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Gesellschafter lösten Vertrag mit Geschäftsführerin auf

Flughafen Kassel-Calden: Muller muss sofort gehen

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Kassel/Calden. Aus für Flughafen-Chefin Maria Anna Muller: Dr. Thomas Schäfer, Hessens Finanzminister, gab am Samstag bekannt, dass sich die Gesellschafter des Flughafens und Geschäftsführerin Maria Anna Muller am Freitag  in beiderseitigem Einvernehmen auf die sofortige Auflösung des Vertrags geeinigt haben.

Maria Anna Muller

Die 54-Jährige war nur eineinhalb Jahre im Amt.

In einer gemeinsamen Presseerklärung von Schäfer, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen GmbH Kassel-Calden (FGK) ist, mit Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen heißt es zur Begründung: „Der Erfolgsdruck, der auf Maria Anna Muller lastete, und die Erwartungen der medialen Beobachter, aus Politik und Wirtschaft und nicht zuletzt auch aus der Bevölkerung, haben in den vergangenen Wochen und Monaten in einer Art und Weise auf sie eingewirkt, die es ihr zunehmend schwerer machten, ihre Kernaufgabe von äußeren Einflüssen unbelastet wahrzunehmen.“

Aktualisiert um 16 Uhr.

Knapp ein Jahr nach der Inbetriebnahme des neuen Flughafen sei man an einem Punkt angekommen, wo die Führung des Flughafens personell und strukturell neu geordnet werden müsse, betonten Schäfer und Hilgen. Formal soll die Vertragsauflösung mit Muller, die einen Fünf-Jahres-Vertrag hatte, während der Aufsichtsratssitzung am nächsten Mittwoch beschlossen werden. Die Höhe der Abfindung für Muller ist nicht bekannt.

Die Gesellschafter der FGK, neben dem Land Hessen und der Stadt Kassel noch der Landkreis Kassel und die Gemeinde Calden, wollen laut Schäfer „nun alles daransetzen, den Regionalflughafen Kassel-Calden wieder in medial ruhigeres Fahrwasser zu geleiten und gleichzeitig die künftige Geschäftsführung mit aller Kraft unterstützen, um das Projekt gemeinsam zum Erfolg zu führen.“

Nach Informationen der HNA soll am Mittwoch bereits ein Nachfolger präsentiert werden. Im Gespräch soll ein Fraport-Manager sein.

Von Katja Rudolph und Burgard Holz

Video aus dem Archiv: Muller über die Zukunft des Flughafens

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