108.03.1008.03.10|Hessen|
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Kassel / Philippsthal. Der Leiter des Runden Tisches zum Schutz von Werra und Weser, Hans Brinckmann, übergibt am heutigen Montag die abschließende Empfehlung an Vertreter von Hessen, Thüringen und des Kali-Konzerns K+S aus Kassel.
Im Streit um die Werra-Versalzung hatte das Gremium mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kommunen und Verbänden von fünf Bundesländern bereits Anfang Februar mit großer Mehrheit eine Fernleitung zur Nordsee empfohlen. Spätestens von 2020 an soll so die Einleitung von Salzabwasser aus dem Kali- Bergbau in die Werra gestoppt werden. Die detaillierte Empfehlung wird nun an die Initiatoren des Runden Tisches übergeben.
Seit Jahren wird heftig um die 14 Millionen Kubikmeter Salzlauge gestritten, die jedes Jahr bei der Kali-Förderung von K+S anfallen. Bislang wird das Salzwasser zur Hälfte in die Werra gekippt und zur anderen Hälfte in den Untergrund gepresst. Niedersachsen und K+S sind gegen eine Fernleitung zur Nordsee. Die Pipeline würde Experten zufolge rund 500 Millionen Euro kosten.

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