Hersfeld-Rotenburg. Väterchen Frost hält Europa fest im eisigen Griff. Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg knackt das Thermometer jede Nacht neue Tiefstwerte. Dennoch gibt es bei uns derzeit keine ernsthaften Probleme wegen der Kälte.
„Es ist erstaunlich ruhig“, berichtet Polizeisprecher Manfred Knoch. Bislang gab es keine Eisunfälle, „das wird erst gefährlich, wenn es milder wird“, warnt Knoch. Ansonsten sehen die Beamten bei ihren Streifen derzeit vermehrt nach Obdachlosen. In der Obdachlosenunterkunft „Wassermannseck“ in Bad Hersfeld sind derzeit nur vier Betten belegt. „Ich kann es mir auch nicht erklären, denn wir haben Kapazitäten für 20 Personen“, erklärt Werner Steidel, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste.
Auch bei der Feuerwehr im Kreis macht die Kälte keine Probleme, berichtet Fachdienstleiter Dieter Pfaff. Abgesehen von zwei Einsätzen wegen gefrierenden Hochwassers in Niederaula und Heringen und Einsätzen wegen eingefrorener Leitungen in Privathäusern, wie etwa in Ronshausen und Nentershausen, meldet die Leitstelle keine besonderen Vorkommnisse. „Das Leben geht weiter“, sagt Pfaff.
Bei den Stadtwerken in Bad Hersfeld hat die Kälte den Erdgasverbrauch in die Höhe schnellen lassen. Die größten Probleme haben die Autofahrer. Die Abschleppdienste und Werkstätten haben alle Hände voll zu tun mit Wagen, die nicht anspringen wollen.
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