Superbanner

K+S-Beschwerde über ZDF-Beitrag - Thema: Kali-Industrie und ihre Auswirkungen auf die Umwelt

K+S-Beschwerde: Einseitig und falsch – Mit uns hat keiner gesprochen

Empört über ZDF-Beitrag

    • recommendbutton_count100
    • 18
    • 3

Philippsthal. Eine lange Liste von sachlich falschen, unvollständigen, einseitigen und verzerrenden Darstellungen der Kali-Industrie und ihrer Auswirkungen auf die Umwelt – so beschreibt der Vorstand der K+S Kali GmbH in Kassel die Sendung „Salz – Segen und Fluch des weißen Goldes“, die das Zweite Deutsche Fernsehen am 17. Februar in der Reihe „Abenteuer Wissen“ ausstrahlte.

Im Schatten des Salzbergs: „Der Monte Kali hat sich aufgetürmt zu einer unüberwindbaren Hürde zwischen Profitgier der Konzerne und der Umweltverantwortung der Bevölkerung“, heißt es dazu in der umstrittenen Fernsehsendung. Foto: z

Die Unternehmensleitung, namentlich die Vorstandsmitglieder Dr. Ernst Andres und Dr. Ralf Diekman, hat deshalb förmliche Programmbeschwerde beim Vorsitzenden des ZDF-Fernsehrats, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz, eingelegt.

Auch der Runde Tisch

Diese Kritik des betroffenen Unternehmens wird flankiert von einer im Kern gleichlautenden Beschwerde des Runden Tisches, der sich seit 2007 unter dem Vorsitz von Professor Dr. Hans Brinckmann mit dem Problem der Werraversalzung beschäftigt und eigentlich nicht im Verdacht steht, K+S nach dem Mund zu reden.

In Kenntnis dieser Beschwerden beschloss die Gemeindevertretung von Philippsthal am Montagabend einstimmig und ohne weitere Aussprache, sich dem Protest gegen die ZDF-Sendung anzuschließen. Die Bürgermeister der Kali-Kommunen Philippsthal und Heringen, Ralf Orth und Hans Ries, hatten zuvor schon einen gemeinsamen Protestbrief nach Mainz geschickt.

Was die Kritiker den Autoren des ZDF-Beitrags vorwerfen: Während in dem Film von tickenden Zeitbomben, toten Gewässern und giftigem Abfall aus der Unterwelt die Rede ist, werden sämtliche Erfolge bei der Reduzierung der Salzabwässer durch neue technische Verfahren und das 2008 beschlossene Maßnahmenpaket von K+S im Wert von 360 Millionen Euro verschwiegen.

Alles reduziert

Der K+S-Vorstand weist in seinem Beschwerdeschreiben darauf hin, dass die Abwassermenge im hessisch-thüringischen Kali-Revier durch neue Techniken der Rohsalz-Aufbereitung von über 40 Millionen Kubikmeter im Jahr 1970 auf 20 Millionen Kubikmeter 1997 und schließlich auf 14 Millionen 2006 reduziert werden konnte. Für 2015 sei eine Halbierung auf 7 Millionen Kubikmeter geplant. Die Werra sei wieder ein begehrtes Angelrevier.

Auch Bürgermeister Orth erklärte am Montagabend vor der Gemeindevertretung, weder Vertreter der betroffenen Gemeinden noch von Kali und Salz seien bei den Recherchen zu dem ZDF-Beitrag befragt worden. Die gezeigten Szenen aus den Kaliwerken seien Archivmaterial. Das passe eigentlich nicht zu einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt.

Düstere Darstellung

Eine derart düstere, deutschlandweit ausgestrahlte Darstellung der angeblichen Lebensverhältnisse im Werratal liefen den Bemühungen der Gemeinde um die Ansiedlung neuer Familien entgegen, sagte Orth. Er selbst sei mit seiner Familie ins Werratal zugezogen und fühle sich hier wohl.

Der K+S-Vorstand erwartet, dass das ZDF „den durch die Sendung fälschlicherweise entstandenen Eindruck korrigiert und künftig auf eine ausgewogene Berichterstattung achtet.“ Rechtsmittel behält man sich vor.

Die Sendung im Internet: http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/30/0,1872,8032158,00.html

Von Peter Lenz

zurück zur Übersicht: Rotenburg/Bebra

Kommentare

Rotenburg/Bebra aktuell

Arbeiten an Fuldabrücke vor Abschluss

Arbeiten an Fuldabrücke vor Abschluss

Die Bauarbeiten an der Fulda-brücke stehen kurz vor dem Abschluss. Am rechten Fulda-ufer pflastert Andreas Liebenow unter der Brücke den Rahmen für …Mehr...

Fitness-Training im Schlosspark

Fitness-Training im Schlosspark

Rotenburg. Hinter Bäumen versteckt, neben dem italienischen Restaurant im Rotenburger Schlosspark, steht ein Ganzkörpertrainer aus Stahl. Er ist das …Mehr...

Meist gelesen

  • Heute
  • Letzte 7 Tage
  • Themen

Hund hetzte Bullen zu Tode: Zwei Landwirte verletzt

Machtlos. Ein freilaufender Hund hat am Dienstagabend bei Machtlos einen Zuchtbullen zu Tode gehetzt. Das Tier hatte bei seiner Flucht vor dem Hund einen 53-jährigen Landwirt angegriffen, der schwer verletzt wurde.Mehr...

Zwischenfall am Bahnhof Bebra: Benzin läuft aus Kesselwagen

Bebra. Geringe Mengen Benzin sind am Donnerstagmittag aus einem Kesselwagen im Bebraer Bahnhof ausgelaufen. Den Eisatzkräften der Feuerwehr gelang es jedoch schnell, das Leck in dem Tankwagen zu dichten.Mehr...

Artikel lizenziert durch © hna
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.hna.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

SkyScraper