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Erstes Handballcamp des Vereins Ballkids in Rotenburg soll für Handball begeistern

Mit dem Herz in der Hand

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Rotenburg/Bebra. Der Ball gibt den Takt an. Sohlen quietschen am Hallenboden, Sportler keuchen, und die Trainerpfeife trillert, während der Ball im Viervierteltakt von einer Hand zur nächsten wandert. Man hört die Leidenschaft, mit der die jungen Handballspieler in der Bebraer Großsporthalle trainieren. Bei dem ersten Handballcamp des Vereins Ballkids in Rotenburg trainieren sie Handball in Ferienlageratmosphäre.

Passgenau: Maike Fischer aus Großenburschla in Thüringen und René Petzold aus Schenklengsfeld üben treffsicheres Zuspiel. Trainer Karsten Bräunlich zeigt ihnen die verschiedensten Übungen für ein besseres Ballgefühl. Foto: Schleichert

Passgenau: Maike Fischer aus Großenburschla in Thüringen und René Petzold aus Schenklengsfeld üben treffsicheres Zuspiel. Trainer Karsten Bräunlich zeigt ihnen die verschiedensten Übungen für ein besseres Ballgefühl. Foto: Schleichert

„Ich will Handballprofi werden“, sagt Julian Niessner aus Mönchengladbach. Deshalb habe er sich angemeldet. Der 11-Jährige ist der jüngste der 14 Nachwuchshandballer, die aus ganz Deutschland zum einwöchigen Camp angereist sind – aus der Region stammen nur vier von ihnen.

Wenn sie nicht in der Sporthalle in Bebra oder Rotenburg ihr Ballgefühl verbessern, verbringen sie im Rotenburger Jugendhof ihre Freizeit. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, Breitensportler oder Ambitionierter, der vom Profidasein träumt – Trainer Marko Wallschläger aus Dessau macht keinen Unterschied. Er trainiert alle gemeinsam.

Kein Drill-Camp

Marko Wallschläger ist kein Drill-Trainer im Army-Stil. „Ich mache kein Konditionstraining mit den Kindern“, sagt er. Der Schwerpunkt des Camps liege auf der Handball-Technik. „Wurfhaltung, Beinarbeit, Ballpässe und Abwehr trainieren wir ungefähr drei Stunden täglich“, berichtet Wallschläger. Der Spaß stehe dabei im Vordergrund.

„Es ist toll, dass die Jugendlichen intensiv geschult werden – und in der Freizeit beschäftigt werden“, sagt Ernst-Olaf Mende. Der B-Jugend-Trainer der JSG Bebra-Rotenburg hat zusammen mit Ingo Hoppach das Handballcamp nach Rotenburg geholt. „Unsere Mannschaft hat letztes Jahr bei Marko Wallschläger in Dessau trainiert“, sagt Hoppach, „und hatte ein Erfolgserlebnis“. Ihr Ziel sei es, in Zukunft noch mehr Jugendliche für den Sport zu begeistern.

Das Ferienlager für Handballer ist gut angelaufen: Für das zweite in dieser Woche haben sich 55 Handballer angemeldet. Wallschläger, der Veranstalter, sieht noch Spielraum nach oben, denn „in Nordhessen wird auffällig viel Handball gespielt.“

Wiederholungsspiel

Im kommenden Jahr soll das Gemeinschaftsprojekt von Dessau und Rotenburg in die nächste Runde gehen. „Wir planen Camps in den ersten beiden Ferienwochen“, sagt Wallschläger. Julian Niessner würde gerne wiederkommen: „Ich will noch besser werden.“

Auf www.ballkids.de sollen ab September neue Termine folgen. Der Preis für sieben Tage Vollverpflegung wird sich voraussichtlich auf 290 Euro belaufen.

Hintergrund

Von Pia Schleichert

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