BEBRA. „Wir müssen nur noch kurz die Welt retten!“ Die Klasse E1c der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg hat den Schülerwettbewerb „Energiekampagne für Jugendliche“ der ZuBRA gewonnen. In der Abschlussveranstaltung in der Aula des Beruflichen Gymnasiums in Bebra stellten die Schüler ihre Ideen zum Energiesparen vor. In Videos zeigten sie Alltagssituationen: der Umgang mit Heizung, Licht und Kühlschrank, Computer, Fernseher und Auto. Im Kontrastprogramm konkurrierten Energieverschwender mit Einsparern.
„Das ist eine gute Botschaft: Was man nicht verbraucht, muss man nicht sparen“, stellte Karl-Heinz Lies bei der Siegerehrung fest. Der Vertreter der interkommunalen Zusammenarbeit Rotenburg, Bebra Alheim, kurz Zubra, übergab den Schülern und ihrer Lehrerin Daniela Kühr das Preisgeld in Höhe von 250 Euro. Zum Konzept der Klasse gehörten auch die Gestaltung von Plakaten, die Präsentation ihres Projekts auf Facebook und ein selbst komponiertes Lied „Die Botschaft“.
Von den 22 teilnehmenden Gruppen war die E1c die einzige Gruppe aus Rotenburg. Die übrigen 21 Gruppen waren alle Schüler des Beruflichen Gymnasiums in Bebra. Von ihnen wurden drei mit je 250 Euro für die Projekte Energie-spartag, Umweltkampagne und Energiesparen mit Tony belohnt. Die Energiedetektive erhielten Gutscheine in gleicher Höhe für einen Erlebnis-tag bei einem Solarunternehmen.
Das Ziel des Wettbewerbs war es, eine Kampagne zu entwickeln, die Jugendliche zum Energiesparen anregt und und tätig werden lässt. Sehr verschieden waren die Lösungsansätze der Gruppen. Sie reichten von einfachen Dingen im Haushalt, dem Wechseln von Glühbirne zur Sparlampe oder dem Betätigen der Spartaste an der Toilettenspülung, über den Einsatz der erneuerbaren Energien bis hin zu visionär klingenden Techniken: Fallrohrturbinen und Drehtürgeneratoren.
„Der Ausstieg aus der Kernkraft ist beschlossen“, stellte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt fest. Unsere Region werde bei dem Umstieg wohl hauptsächlich auf die Windkraft setzen. Das sei vernünftig und auch ein Beitrag zum Klimaschutz. Energie müsse eingespart werden. Hier gebe es noch große Potenziale. Als Beispiel nannte der Landrat den großen Stromverbrauch beim Standby-Betrieb vieler Elektrogeräte. Die Menschen müssten für die Probleme sensibilisiert werden. Dazu trage auch der Schülerwettbewerb der ZuBRA bei. Übers Energieeinsparen hätten sich auf diese Weise viele junge Leute Gedanken gemacht. „Sie haben alle eine ganz tolle Leistung erbracht“, bedankte sich Schulleiter Wolfgang Haas bei den Teilnehmern.
Von Herbert Vöckel



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