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Wirtschaftsminister Posch: Arbeitsplätze sichern, das ist die Herausforderung

Keine rosarote Brille

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Rotenburg. Von Brasilien bis zum kleinen Rotenburg an der Fulda - der Hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung muss die große und die kleine Welt im Blick haben. Das machte Dieter Posch (FDP) gestern bei einem Vortrag im Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz in Rotenburg deutlich. Und zum Thema „Landeswirtschaftspolitik, Chancen für Hessen“ präsentierte Posch Fakten, plauderte aber auch über seinen Alltag im Amt.

Zum ersten Mal zu Gast im Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz: Wirtschaftsminister Dieter Posch, rechts, wurde von Direktor Dr. Peter Müller-Engelmann begrüßt. Foto: Dupont

Zum ersten Mal zu Gast im Studienzentrum der Finanzverwaltung und Justiz: Wirtschaftsminister Dieter Posch, rechts, wurde von Direktor Dr. Peter Müller-Engelmann begrüßt. Foto: Dupont

Auch wenn sein Blick in die Ferne schweift, immer geht es ihm um Eins: „Die größte Herausforderung, die wir auch hier in dieser Region zu bewältigen haben, ist, Arbeitsplätze zu sichern.“

So geben er und sein Team kleinen und mittleren Unternehmen Hilfestellung, wenn sie zum Beispiel in Brasilien oder China aktiv werden wollen. „Eine spannende Aufgabe“, sagte Posch. Das dürfe aber nicht zum Abbau von Arbeitsplätzen bei uns führen.

Keine schwarzen Zahlen

Eine gute Portion Optimismus hatte der Minister im Gepäck, eine rosarote Brille allerdings war nicht dabei. In der Diskussion mit den Studierenden nach dem Vortrag gab der Minister zum Streifall Flughafen Kassel-Calden unumwunden zu: „Der Flughafen wird auch übermorgen keine schwarzen Zahlen schreiben.“ Es gehe dabei um eine Infrastrukurentscheidung, um die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu fördern, sagte Posch. Trotzdem sieht er die Zukunft des Flughafens positiv. Der Frankfurter Flughafen habe seine Belastungsgrenze erreicht. Die Zahl der Direktflüge solle laut Studien zunehmen.

Wie es nach der Schließung des Bundeswehrstandorts Rotenburg dort weitergeht, auf diese Frage gibt es noch keine Anwort. „Die Gespräche laufen, die Arbeitskreise tagen“, sagte Posch auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch der Zeitpunkt der Schließung ist noch nicht bekannt, voraussichtlich Ende 2013 oder Anfang 2014.

Signal für Rotenburg

„Vorhandene Standortstärken müssen in Rotenburg genutzt werden“, sagte Posch. Die Erfahrung der letzten Jahre mit Konversionsprozessen habe gezeigt, dass die anfängliche Befürchtung, die Standorte und ihr Umland würden nach Abzug der Bundeswehr ausbluten, durch die Entwicklung widerlegt wurde. Nordhessen stehe wirtschaftlich besser denn je da. „Dies sollte auch als Signal nach Rotenburg vermittelt werden.“

Von René Dupont

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