Bebra. Die nächsten Hürden haben die Bebauungspläne „Knaresboroughplatz-Handelszentrum“ und „Bahnhofstraße- Nordkreisel“ genommen. Die Stadtverordneten Bebras billigten kürzlich die Entwürfe der Bebauungspläne, die jetzt offengelegt werden. Sofern keine wesentlichen Bedenken eingehen, kann danach eine Baugenehmigung für das Handelszentrum erfolgen, heißt es in dem ersten Beschluss.
Durch den Bebauungsplan Bahnhofstraße-Nordkreisel wird die Grundlage für die Weiterführung der Südspange ab Bahnhof Bebra bis zum geplanten Nordkreisel geschaffen. Zunächst allerdings soll in diesem Jahr der erste Teil der Südspange gebaut werden. Sie wird am neuen Röse-Kreisel beginnen und eine neue Verbindung direkt zum Bahnhof herstellen.
Die Bauleitplanung selbst wurde von den Stadtverordneten in der Sitzung unter Leitung von Herbert Börner zwar nicht diskutiert. Klaus Reifschneider (FWG) allerdings nahm den Tagesordnungspunkt zum Vorwand, die Bühne zu betreten und am Rednerpult seine Anmerkungen zu präsentieren. Es sei „bemerkenswert, dass wir uns dieser Aufgabe stellen“ – angesichts von nur noch 13 634 Einwohnern Mitte 2011, 155 weniger als im Jahr zuvor. Thorsten Bloß (CDU) meinte, man versuche ja mit den Zukunftsplänen die Attraktivität der Stadt zu steigern.
Auch Gerhard Schneider-Rose (SPD) sagte, die Abwanderung vor allem der Jungen und Qualifizierten sei schlimm. Man stehe bei der Bevölkerungsentwicklung schlecht, aber finanziell verhältnismäßig gut da, relativierte Volkmar Hanf (GfB). Und noch einmal beklagte Reifschneider in geschliffenen Worten die desaströse Entwicklung, bezichtigte Thorsten Bloß der Schwarzmalerei.
Ungehört blieb des Stadtverordnetenvorstehers Aufforderung, zur Tagesordnung zurückzukehren, bis die Abstimmung die Debatte beendete, nachdem einer den Saal mit den Worten: „Es ist Karneval“, verlassen hatte. (ank)



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