Bebra. Eine Zukunft für den alten Lokschuppen am Bahnhof Bebra – darum wird es gehen, wenn Mitglieder des Vereins Industriedenkmal Bahnhof Bebra ihr Nutzungs- und Finanzierungskonzept für das Gebäude vorstellen. Termin ist am Dienstag, 28. Februar, ab 19 Uhr im Rathaussitzungssaal während einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung.
„Das Konzept steht“, erklärte der zweite Vorsitzende des Vereins, Wolf-Dietrich von Verschuer. Man werde zu diesem Termin auch eine Broschüre präsentieren. Sechs Personen haben sich nach seinen Angaben intensiv um die Erarbeitung des Konzepts gekümmert. Verschuer wollte im Vorfeld der offiziellen Vorstellung des Konzepts noch keine Details verraten, sagte aber zumindest soviel: Das Konzept sehe eine Nutzung in der alten Funktion als Lokschuppen für Dampfloks vor, daneben eine teils kulturelle Nutzung. Wie das gehen kann, habe Alexander Feiertag vom E-Werk in Eschwege bei einer Veranstaltung im November eindrucksvoll gezeigt. Auch das E-Werk war eine Industrieruine und ist heute eine erfolgreiche Kulturhalle in Eschwege. Die Veranstaltung im November sei unglaublich gut angekommen, sagte Verschuer.
Die Stadtverordneten Bebras hatten Ende vergangenen Jahres gefordert, es müsse ein Nutzungs- und Finanzierungskonzept her, wenn der Lokschuppen erhalten bleiben solle. Anderenfalls werde er im Zuge der Bahnhofsmodernisierung abgerissen. Klar ist auch, dass sich die Stadt Bebra an Kosten für den Erhalt nicht beteiligen will. Ein Konzept sollte bis Ende Februar vorliegen, so die Auflage des Parlaments für das Projekt.
Verschuer betonte, der Lokschuppen gehöre ebenso wie das benachbarte Kesselhaus, das Inselgebäude am Bahnhof und der Wasserturm zu einem Ensemble. Während der Wasserturm als Wahrzeichen schon in besten Händen sei, habe man sich auch Gedanken um eine Nutzung des Kesselhauses sowie des Inselgebäudes gemacht.
Ende Oktober des vergangenen Jahres hatten 13 Personen den Verein Industriedenkmal Bahnhof Bebra gegründet. Vorsitzender ist Robert Cavalier. In einer ersten überparteilichen Aktion hatte man das Gelände vor dem Lokschuppen vom Gestrüpp befreit und das Gebäude vor Weihnachten erstmals angestrahlt.
Von Gudrun Schankweiler-Ziermann



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