Hersfeld-Rotenburg. Gesellschaftliches Engagement sei schon dem Gründer der genossenschaftlichen Raiffeisenbanken, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, ein Anliegen gewesen. Diesen Gedanken wollten die Gründer von „VR-Herz und Hand“ fortführen, als sie 2008 den gemeinnützigen Verein gründeten. Eine Bilanz der ersten vier Jahre zogen jetzt der erste Vorsitzende Manfred Brehm, seine Stellvertreter Ronald Englich und Maik Schuchardt sowie Kassiererin Christine Heß, die „Herz und Hand“ keinesfalls als „Marketinggag“ der VR-Bank verstanden wissen möchten.
Der Verein, der schwerpunktmäßig Kinder und Jugendliche in der Region unterstützen möchte, nutze natürlich die Infrastruktur der Bank und wird von dieser in hohem Maße finanziell unterstützt, die eigentliche Arbeit erledigten die Vorstandsmitglieder aber in ihrer Freizeit. „Und man bekommt so viel an Dankbarkeit zurück“, sind sie sich einig.
Über 160 Projekte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Sontra und Oberaula wurden bislang gefördert, davon 72 größere Maßnahmen. „Eine erschreckend hohe Anzahl“, so Ronald Englich, immerhin mache die Zahl der förderfähigen Projekte deutlich, dass es in der Region durchaus Not gebe. Insgesamt wurden dafür 201 838 Euro „ausgegeben“. Ziele des Vereins sind die Förderung und Pflege der medizinischen Versorgung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen, deren Bildung und Erziehung sowie die Gewährung von Hilfen für unverschuldet in Not geratene Menschen.
2008 unterstützte der Verein beispielsweise drei Waisenkinder und schaffte ein Auto für eine Familie mit einem kranken Kind im Rollstuhl an. Seit 2009 werden in Kooperation mit den Tafeln Weihnachtswünsche erfüllt, eine Familie erhielt Unterstützung, nachdem deren Wohnung ausgebrannt war. Dazu kommen Schul- und Gesundheitsprojekte.
Derzeit hat der Verein 1 666 Mitglieder, im Gründungsjahr 2008 waren es 465. 2012 soll die Mitgliederzahl auf 2 000 ansteigen. Etwa 70 000 bis 80 000 Euro stehen Herz und Hand momentan im Jahr zur Verfügung. Den Großteil gibt die VR-Bank (60 000 Euro), der Rest summiert sich aus dem Mitgliedsbeitrag von drei Euro pro Jahr sowie Einzelspenden zum Beispiel von lokalen Firmen.
Wer „Herz und Hand“ um Unterstützung bitten möchte, kann seine Anfrage schriftlich einreichen oder sie bei einer Vorstandssitzung vorstellen. In Notfällen werde ganz „schnell und unbürokratisch“ geholfen, versichert der Vorstand. www.vr-herz-und-hand.de
Von Nadine Maaz



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