Lispenhausen. Viele Gäste hatte sich der „Eisenbahnerchor 1891 Lispenhausen Gemischte Chöre “ zum Jubiläumskonzertabend eingeladen, und zusammen besangen sie die Welt, wie sie sich vom klassischen Frühlingsruf „Wacht auf, ihr Täler“ bis zum lyrischen Abendlied „Guter Mond, du gehst so stille“ in vielgestaltiger Form darstellt. Man muss es nur so halten, wie es die unter Leitung von Klaus-Dieter Penzel stehende Chorgemeinschaft empfahl: „Nimm die Stunden, wie sie kommen!“
Der Vorsitzende Andreas Behrens ging kurzweilig auf die lange Geschichte des am 1. Juli 1891 von 15 sangesfreudigen Männern im Gasthaus Aschenbrenner gegründeten Zusammenschlusses ein. Für den Fortbestand besonders wichtig war, dass 1997 der mittlerweile auf über 70 Mitglieder angewachsene Chor „Mixed Melodies“ ins Leben gerufen wurde, und dass sich 2010 eine Chorgemeinschaft mit der „Chorvereinigung 1946“ bildete.
Diese eröffnete den musikalischen Reigen und gab dann den Stab weiter an den Frauenchor Ober- und Niedergude, der nachdenklich intonierte: „Nimm dir Zeit zu leben!“. Der Heinebacher Gesangverein überzeugte mit zwei Rosenliedern, der Gemischte Chor des MGV Seifertshausen riet: „Wirf die Sorgen über Bord!“, und der Niederguder Männerchor erfreute mit einer aufpolierten Version des Schlagers „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“.
Zu den Höhepunkten des vom stellvertretenden Vorsitzenden Jochen Becker moderierten Abends zählten die beklatschten Auftritte des Brass Quintetts „nur blech“, das den Bogen spannte von Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ bis hin zum bayerisch-volkstümlichen „Lustigen Bua“. Die von Patrick Busch geleiteten „Mixed Melodies“ glänzten besonders mit dem andächtig vorgetragenen „Halleluja“ von Leonard Cohen, und auch das Nachwuchsensemble „Hörsturz“ überzeugte. Was die „knackigen Burschen“ Tobias Behrens, Christian Hartig und Philipp Becker gemeinsam mit Ideengeber Busch zum Besten gaben, war einfach nur spitze. Das ist Nachwuchs, auf den ein Verein bauen, und auf den der Sängerkreis Alheim stolz sein kann. Zum Schluss stimmte man gemeinsam „Sierra Madre del Sur“ an.
Von Wilfried Apel



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