Hersfeld-Rotenburg. Die CDU schlägt zurück: „In Heringen sind offenbar mehr als nur Bäche und Teiche eingefroren sind“, erklärt Thomas Gerlach von der CDU-Kreistags-Fraktion und reagiert damit auf die heftigen Angriffe des Heringer Bürgermeisters Hans Ries auf Landrat Dr. Schmidt.
Ries hatte ihn als „Schuldenlandrat“ bezeichnet und beschuldigt, das „Kreisvermögen durchgebracht“ zu haben (wir berichteten).
Nach seiner „polemischen und sachlich unsinnigen Attacke“ gegen Landrat Dr. Schmidt müsse sich Bürgermeister Ries die Frage nach seinem intellektuellen Zustand gefallen lassen: „Die ungenügende Finanzlage des Landkreises dem Landrat in die Schuhe zu schieben, zeugt jedenfalls entweder von völliger Unkenntnis oder von bewusster Täuschung der Öffentlichkeit. Beides ist dem Amt eines Bürgermeisters unwürdig“, heißt es in einer Pressemeldung von Gerlach.
Niemand freue sich über ein Defizit von rund 9,3 Millionen Euro, stellt Gerlach fest, am wenigsten der Landrat selbst und die CDU-Fraktion. „Fakt ist aber, dass die Defizite der Vergangenheit, wie auch die künftig zu erwartenden Fehlbeträge, nicht in der originären Verantwortung des Kreises liegen“, betont Gerlach.
Vielmehr sorgten vor allem externe Einflüsse für die Unterdeckungen im Haushalt. So habe alleine die Grundsicherung im Alter den Landkreis in den letzten neun Jahren mit 28 Millionen Euro belastet. Das Konnexitätsprinzip - wer bestellt, bezahlt - werde weder vom Land, noch vom Bund konsequent angewendet. (red/zac/kai)
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